Menstruationstasse statt Tampons

CUP
Die Menstruationstasse – eine nachhaltige Alternative zu Tampons

Bei dem Thema Menstruation scheiden sich die Geister – deshalb erzähle ich nun kurz, wie ich das sehe: Einmal im Monat habe ich Schmerzen, unglaubliche Schmerzen. Dazu kommt, dass ich mich irgendwie dreckig fühle und immer wieder auf’s Neue von meiner Regel überrascht oder überrannt werde, weil ich meine Tampons nicht eingepackt habe. Obwohl meine Regel mich sehr regelmäßig besucht. Wie muss es einem dann erst gehen, wenn die Regel ohnehin kommt und geht, wann sie will? Naja, selbst wenn ich dann welche dabei habe, sind es häufig nicht genug – sie müssen ja auch regelmäßig gewechselt werden, sonst hat man relativ schnell eine Sauerei verursacht. Und auch so ist die Periode immer eine ziemliche Sauerei, Tampons sind schließlich ein typisches Wegwerf-Produkt. Fangen im Müll relativ schnell an zu stinken. Und die Tampon-Reste, die immer in einem zurückbleiben, fand ich auch nie sonderlich geil. Mir war klar: Auf Dauer wird das mit uns beiden nichts!

Vor einigen Monaten habe ich dann von der Menstruationstasse gehört. Ich dachte mir: Wow, kein Müll. Kein Gestank. Keine widerlichen Rückstände. Und das Preis-Leistungs-Verhältnis stimmt auch. Eine Menstruationstasse kostet rund 15-25 Euro und soll mehrere Jahre durchhalten. Tampons wären mindestens genauso teuer, wahrscheinlich sogar teurer. In fünf Jahren verbrauche ich rund 1000 Tampons – die sind wiederum in Plastik verpackt, was für ordentlich Kosten und Müll sorgt. Den kann man mit der Menstruationstasse vermeiden. Deshalb ist die Menstruationstasse für mich eine nachhaltige Alternative zu Tampons.

Ohne lange drüber nachzudenken, habe ich mir dann so eine Tasse angeschafft. Das war zugegeben nicht ganz einfach – es gibt nämlich verschiedene Größen. Zwar gibt es grobe Angaben auf der Verpackung, mir ist es aber trotzdem schwer gefallen, das richtig einzuschätzen. Gepasst hats am Ende trotzdem, die Tassen bestehen nämlich aus medizinischem Silikon, sind also flexibel. Ich muss zugeben, am Anfang war das Tragen sehr ungewohnt. Ich habe mich nicht getraut, sie tief genug einzuführen. Aber so ging es mir anfangs auch mit Tampons. Beim zweiten Mal gings dann schon viel besser – mit der Hilfe von Gleitgel. Kann ich wirklich empfehlen.

Das erste Entfernen war dann wirklich ein Kampf – man muss die Schlaufe erstmal zu fassen bekommen und dann die Tasse eindrücken, damit der entstandene Unterdruck, der die Tasse in Position hält, gelöst wird. Das Reinigen war ganz simpel, die Tasse wird ins Klo geleert und dann mit kaltem Wasser ausgespült und wieder eingesetzt. Am Ende der Periode wird die Tasse dann ausgekocht. Großes Manko: Öffentliche Toiletten. Den Menstruationscup im Waschbecken ausspülen stelle ich mir auch unangenehm vor. Aber es gibt einige Cafés, die eine Toilettenkabine mit Waschbecken haben. Sobald man die im Umkreis von Uni oder Arbeit ausfindig gemacht hat, sollte das kein Problem sein. Oder man hat immer eine Flasche Leitungswasser dabei. Da gibt es viele Lösungswege!

Mein Fazit: Die Menstruationstasse ist definitiv eine Maßnahme, um weniger Müll zu verursachen. Außerdem trocknet sie die Scheide nicht aus und nach einer Eingewöhnungszeit ist das Tragegefühl auch super sicher. Ich benutze übrigens den SelenaCup, den ihr auch auf dem Foto seht!

Wie ist das bei euch? Benutzt ihr Menstruationstassen?

Bis zum nächsten Mal – Marisa!

 

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