Plastikarme Wunderwaffen: Öle

Öle sind meist in Glasflaschen verpackt – mal ganz abgesehen von den ganz billigen 90 Cent Ölen. Sie haben zwar einen Plastikdeckel, aber man kann die Flaschen ohne gesundheitliche Bedenken wiederverwenden, zum Beispiel, um selbstgemachte Kosmetik aufzubewahren ohne eine neue Umverpackung anschaffen zu müssen. Zudem kann der Inhalt der Glasflaschen viel: Es scheint, als gebe es gegen jedes Weh-Wehchen ein passendes Öl! Drei Öle, die schon immer eine Rolle in meinem Leben spielen, möchte ich euch heute vorstellen.

Bevor wir aber loslegen: Sind Öle eigentlich grundsätzlich nachhaltig? Nein, nicht unbedingt! Produkte, die zum Beispiel Palm- oder Erdöl enthalten, sind meist schlecht für die Umwelt. Palmöl wird zwar aus Pflanzen gemacht, für seine Gewinnung als Brennstoff oder Zusatzstoff in Kosmetika werden aber ganze Regenwälder abgeholzt. Der Anbau ist meist alles andere als nachhaltig, weder für die Arbeiter noch für die Umwelt. Da muss man echt vorsichtig sein, es gibt inzwischen aber Gütesiegel, die Bio-Palmöl kennzeichnen. Erdöl wird ebenfalls als Energielieferant genutzt. Es steckt zum Beispiel in Brennstoffen für Autos. Dabei ist Erdöl keine erneuerbare Energiequelle, denn es „wächst nicht nach“. Außerdem ist es bei der Gewinnung von Erdöl schon zu vielen Umweltkatastrophen gekommen, wie im Golf von Mexiko. Die Öle, die euch vorstellen möchte, werden aber aus Pflanzen gemacht. Sie sind frei von Chemikalien und die Verpackung ist (fast) plastikfrei im Vergleich zu konventionellen Produkten.

#1 Teebaumöl gegen Pickel

Teebaumöl wird – wie der Name es schon vermuten lässt – aus dem australischen Teebaum gewonnen. Schon die australischen Ureinwohner sollen den Baum genutzt haben, und zwar zur Behandlung von Grippe & Co. Das aus dem Baum gewonnene Öl findet man heute in vielen Drogeriemärkten, trotzdem lerne ich äußert selten Leute kennen, die das Öl so regelmäßig wie ich selbst verwenden. Das Öl hat eine antiseptische Wirkung, sprich, es „desinfiziert“, weshalb es eine super Waffe gegen Pickel ist. Man kann das Öl sogar zur Bekämpfung von Nagelpilz benutzen. Zugegeben, der Geruch ist sehr gewöhnungsbedürftig und ich hatte auch Hemmungen, es vor dem Schlafen aufzutragen, als mein Freund und ich frisch zusammengekommen sind, aber er hat sich dran gewöhnt. Außerdem kann man das Öl ja auch präzise auftragen, dann riecht es nicht so stark. Ganz wichtig: Nicht zu viel nehmen, das Öl trocknet die Haut nämlich aus. Ein weiterer Vorteil: Es ist unglaublich ergiebig und kommt in einem Glasfläschchen (ja, mit einem Plastikdeckel, aber andere Pickelbekämpfungsmittel kommen noch plastikreicher daher!). Gibt’s zum Beispiel bei dm oder in der Apotheke.

#2 Japanisches Heilpflanzenöl gegen Kopfschmerzen und bei Erkältung

Japanisches Heilpflanzenöl ist prinzipiell billigeres Minzöl – hat aber die gleiche Wirkung. Auf die Schläfen aufgetragen wirkt es gegen Kopf- und Erklältungsbeschwerden. Man kann es aber auch inhalieren, um Schleim zu lösen. In unserer Familie hat mein Papa das Heilpflanzenöl eingeführt: Er benutzt das seit jeher gegen Kopfschmerzen. Zugegeben, auch dieses Öl ist nicht unbedingt das, was man als gut riechend beschreiben würde, dafür aber sehr effektiv. Es wirkt kühlend und der Duft „betäubt“ einen ein wenig, sodass man echt einfach ins Bett fällt, beim Aufstehen aber wieder fit ist. Das Öl darf aber nicht bei Säuglingen und Kleinkindern angewandt werden, das ist ganz wichtig. Durch das Öl spart man sich die Verpackung von Kopfschmerztabletten, allerdings halte ich es für weniger gut geeignet für unterwegs. Für zuhause ist es aber eine super Alternative – man wird die Kopfschmerzen los, ohne Chemie in sich rein zu ballern. Außerdem hilft es auch super bei Erkältungen, wenn man es auf die Brust und den Rücken aufträgt. Es macht die Nase frei! Gibt es ebenfalls bei dm oder in der Apotheke.

#3 Kokosöl für alles

Kokosöl ist ebenfalls so ein Wunderöl, auf das mein Vater mich vor einigen Jahren aufmerksam gemacht hat. Ich solle doch mal versuchen, mich damit abzuschminken, sagte er mir, das sei besser für mich. Am Anfang habe ich mich noch etwas gesträubt, habe Maybelline und Co. mehr vertraut als meinem – übrigens sehr geschultem, dazu aber wann anders mehr – Vater. Irgendwann war dann aber mein blaues Wasser-Öl-Gemisch leer und ich habe mich tatsächlich an das Kokosöl rangetraut. Seitdem kommt mir kaum noch was anderes ins Haus! Pluspunkt 1: Es ist total natürlich. 2: Ich weiß genau, was ich mir da ins Gesicht schmiere. 3: Die Verpackung ist nachhaltig und kann wiederverwendet werden. 4: Es duftet gut. 5: Es kann noch viel mehr als das.

Kokosöl ist einfach ein Allrounder. Ich nutze es, um meinen Körper einzucremen, meine Haarspitzen geschmeidig zu machen und um Wunde stellen zu behandeln bzw. mit Feuchtigkeit zu versorgen. Und ich muss sagen: Das Öl macht seinen Job toll. Außerdem ist es super ergiebig – ein 220 ml Glas reicht bei mir locker für 4-5 Monate. Ich habe außerdem das Gefühl, dass meine Wimpern durch das Abschminken mit dem Kokosöl weniger abbrechen, weil ich weniger reiben muss. Das ist ein schöner Nebeneffekt! Kokosöl gibt es in jedem gut sortierten Supermarkt, bei dm, im Reformhaus usw.

Habt ihr noch ein anderes Öl, was ihr als Wunderwaffe bezeichnen würdet? Ich weiß, dass viele Olivenöl für einen klasse Allrounder halten. Wie ist das bei euch?

Greetz, Marisa

2 thoughts

    1. Ich nehme einfach ein bisschen was aufs Abschminkpad auf und reibe mir über die Augen – schwuppdiwupp, alles weg 🙂

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