10 einfache Tipps zur Müllvermeidung im Alltag

Es gibt viele Kleinigkeiten, auf die man achten kann, um Müll zu vermeiden. Meist sind es ziemliche Banalitäten, weshalb man sie gar nicht auf dem Schirm hat! Meine wichtigsten Erkenntnisse so far fasse ich deshalb zusammen – und ich bin gespannt, von Euren zu hören!

#1 Einkaufen ohne Plastik

Weil die meisten Tipps-Auflistungen das Thema Einkaufen sehr groß behandeln, will ich das als einen Punkt zusammenfassen und nicht lange drum herum reden: Jutebeutel statt Plastiktüte, Stoffnetze für Obst, Stoffbeutel für Brot. Ebenfalls wichtig: Das Produkt kaufen, welches am wenigsten Verpackung hat. Also die Äpfel, die einzeln liegen statt in einer Plastikschale mit Folie überzogen. Bei Konserven auf Glasverpackungen statt Dosen zurückgreifen – was uns auch schon zu #2 bringt. Ausführliche Tipp-Listen, die das Einkaufen sehr schön thematisieren, findet Ihr zum Beispiel hier oder hier.

#2 Glasverpackungen wiederverwenden

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Wer versucht, sein Leben auf Zero Waste umzustellen, der braucht Aufbewahrungsmöglichkeiten für Nudeln/Reis/etc. Viele kaufen dann 60 Mal das gleiche Einmachglas – das ist kostenintensiv. Zumal man schöne Gläser für Vorräte beim Kauf von Glaskonserven doch gratis dazu bekommt 🙂 Ich sammele meine auf jeden Fall und benutze sie für alles: um Essen zu transportieren, meine Handcreme aufzubewahren, meine Vorräte zu lagern, als Blumenvase und und und. Es gibt quasi unendlich viele Möglichkeiten, die Gläser wiederzuverwenden. Wenn ihr selbst nicht so viele Glaskonserven kauft, fragt doch mal bei Freunden nach. Viele werfen die Gläser nämlich weg – obwohl man sehr viel daraus machen könnte!

#3 Briefe selbst wegschaffen

Ich habe mir angewöhnt, Briefe, die innerhalb Leipzigs verschickt würden, selbst zum Empfänger zu bringen (mit dem Rad, versteht sich). Das hat für mich einige Vorteile: Ich kann mir den Empfang bestätigen lassen und es geht nichts verloren, Nachfragen kann ich direkt klären, ich spare mir den Umschlag und es geht deutlich schneller. Außerdem ist die Co2 Bilanz deutlich besser  🙂 Besonders dadurch, dass man sich den Umschlag spart, vermeidet man Müll – der in dem Fall wirklich unnötig wäre! Also Mut zum selbst hinfahren!

#4 An der Frischetheke „Nein“ sagen

Ich weiß, ich weiß – ich wollte das Thema Einkaufen bereits mit Punkt 1 abgehakt haben. Allerdings muss ich sagen: die Frischetheke ist nochmal so eine Sache für sich. Man nimmt so gut wie immer irgendwelche unnötigen Verpackungen mit, obwohl man sie nicht bräuchte, wenn die VerkäuferInnen die Dosen einfach rüber nehmen dürften. Da das aber nicht überall geht, muss man als Verbraucher eben aktiv auf die Person hinter der Theke losgehen und „Nein“ zur Verpackung sagen. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass die meisten einem die Produkte über die Theke geben, sodass man sie selbst in seine Box legen kann, wenn man höflich fragt. Es lohnt sich!

#5 Dinge mehrfach benutzen

Das mag definitiv nicht auf alles zutreffen, aber gewisse Dinge, die uns von der Industrie als Wegwerfartikel verkauft werden, kann man wirklich noch einmal benutzen bzw. die Nutzungsdauer strecken. Da wären zum Beispiel Kaffeefilter. Letztens hatten wir Zuhause eine kleine Krise, weil die Filter leer waren und es Sonntag war. Da haben wir einfach etwas frischen Kaffee oben drauf gekippt und nochmal gekocht: hat wunderbar geschmeckt! Ich würde das nicht unendlich oft machen und es gibt sicherlich nachhaltigere Alternativen zu den Einweg Kaffeefiltern, aber wenn man welche hat, kann man sie ruhig zwei-, bis drei Mal benutzen und so Müll sparen. Eine andere Geschichte sind Flüssigseifen (erklärtes Ziel: Sie das nächste Mal selbst herstellen!). Bis dahin strecken und strecken wir unsere immer wieder mit Wasser, um sie möglichst lange nutzen zu können. Auch da gilt: nicht unendlich oft, aber ein paar Mal kann man das schon machen! Wenn ein Gast das nicht nutzen will liegen bei uns auch feste Handseifen zur Nutzung bereit!

#6 Kreativ werden

…und Dinge, die sonst (nur) verpackt daherkommen, selbst herstellen. Zum Beispiel Deo, Lippenbalsam oder Trockenshampoo. Die selbstgemachten Produkte funktionieren wunderbar, sind definitiv günstiger als die gekauften Produkte und man weiß genau, was drin steckt!

#7 Mit Natron putzen

Kaiser Natron ist ein altbewährtes Hausmittel und zwar nicht nur zum Kochen, sondern auch zum Putzen. Dafür einfach etwas Natron auf verschmutze Stellen streuen und mit einem nassen Lappen darüber wischen – back to the roots! Die Stellen werden sauber und es ist definitiv weniger Verpackung, die anfällt, als bei herkömmlichen Mitteln. Apropos: Nur mit kaltem bis lauwarmen Wasser putzen, sonst kann Natronlauge entstehen!

#8 Upcycling

Wenn ihr merkt, dass ihr für einen Gegenstand keine Verwendung mehr habt, er eventuell aus Plastik ist und ihr ihn deshalb nicht mehr verwenden wollt, schmeißt ihn nicht einfach weg. Das ist definitiv schlimmer, als das Produkt/den Gegenstand noch bis zum Ende seiner Lebensdauer zu nutzen. Überlegt euch, was man daraus machen kann – aus einem löchrigen Handtuch können zum Beispiel Abschminkpads werden, die Plastiktupperdose kann als Bio-Mülltonne benutzt werden. Gleiches gilt für Glasflaschen ohne Pfand: Wie wärs mit einem neuen Kerzenhalter oder Essig- und Öl Spendern? Ansonsten: Verschenkt die Sachen. Es freuen sich sicher noch andere darüber 🙂

#9 Go Stoffy!

Viele Dinge, die in unserer Gesellschaft absolute einmal-Gegenstände sind, wie zum Beispiel Küchenrolle, Abschminkpads, Ohrenstäbchen und Taschentücher, kann man ganz einfach ersetzen. Es gibt für all diese Produkte Alternativen aus Stoff bzw. Metall, sodass man sie mehrfach verwenden kann. Warum nicht einfach ein Stofftaschentuch benutzen? Das ist definitiv besser für die Umwelt 🙂

#10 Müllfreie TAGE

Eine Badewanne voller Hygieneartikel benötigt jede Frau in ihrem Leben für ihre Periode. Das ist der Wahnsinn, oder? Gerade bei den Tagen kann man unglaublich viel Müll einsparen. Zum Beispiel, indem man die Menstruationstasse verwendet oder auf Stoffbinden/-slipeinlagen umsteigt. Das ist besser für die Umwelt und man spart Geld. Meine Menstruationstasse hat rund 15-20 Euro gekostet und ich kann sie bis zu 10 Jahre tragen. Tampons würden mich definitiv mehr kosten. Klar, man muss erstmal mehr Geld in die Hand nehmen als man das für eine Packung Tampons tun würde, aber am Ende rechnet es sich. Gleiches gilt übrigens für Stoffbinden. Ich habe mir drei Stück von ImseVimse für rund 13 Euro bestellt (benutze sie aber auch nur für die ganz schwachen Tage am Ende meiner Periode) und kann sie ewig nutzen. Für mich eine top Lösung 🙂

Wie ist das bei euch? Habt ihr noch Tipps für mich?

Liebste Grüße, Marisa

 

 

4 thoughts

    1. Ja, eine Frenchpress will ich mir irgendwann auch mal zulegen – allerdings erst, wenn die Kaffeemaschine kaputt ist, sonst ist das ja auch quatsch 🙂 Ob es wiederverwendbare Filter ohne Plaste gibt? Ich muss mich da mal reinlesen! Ich danke dir 🙂

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  1. zum Thema kaufen, ich gehe jetzt mal stark von aus, dass es in Leipzig eine Unverpackt-Laden gibt, d.h. du kannst dort deine Lebensmittel oder Dinge des täglichen Bedarfs abfüllen lassen.
    Bei uns im schönen Oberbayern gibt es das leider nicht, bzw. müsste ich ewig fahren, das ist ja genauso Quatsch.
    In meinem Onlineshop/Laden kann man das Waschmittel sowie Reinigungs- u. Spülmittel von Sonett bei mir abfüllen lassen… Mein Minibeitrag….

    lg Tina

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    1. Ja, den haben wir – sonst wäre das deutlich schwerer! Ich glaube ansonsten bleibt einem nur übrig, auf Märkten frisches Zeug einzukaufen und/oder sich da was abfüllen zu lassen oder eben möglichst große Packungen zu kaufen :/ das ist ziemlich gut und ein toller Beitrag – gerade Waschmittel und so bekommt man ja nie ohne Plastik!! Lg, Marisa 🙂

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