36 Stunden Berlin//Nachhaltig eingekauft//25 Euro Food-Challenge

Ursprünglich sind mein Freund und ich nur nach Berlin gefahren, um dem DDR Motorrad Museum einen Besuch abzustatten. Das hatte ich ihm zum Geburtstag geschenkt. Wir sind dann aber doch über Nacht geblieben, weil unser ehemaliger Mitbewohner Max uns ein Dach über dem Kopf geboten hat und wir noch ein bisschen green shoppen und was von der Stadt sehen wollten – abseits von Brandenburger Tor, Siegessäule & Co. versteht sich. Dabei sind wir auf viele coole Läden gestoßen, die ich euch gerne zeigen wollte. Außerdem haben wir uns die Challenge gesetzt, nur 25 Euro pro Person für Essen auszugeben (zusätzliche Challenge für mich: ohne Plastikmüll zu produzieren). Ob das geklappt hat? Nun, lest selbst!

Tag 1

Unser Tag begann mit dem Packen. Wir mussten uns ranhalten, denn unser Bus fuhr schon um 9:30 Uhr. Was mitmusste, damit wir kein Plastik verbrauchen: Coffee-To-Go-Becher, Brotdose und Baumwollbeutelchen. Unseren ersten Snack für den Berlin-Trip nahmen wir noch in Leipzig ein: ein Brötchen von Backwerk für 2,40 Euro. Das habe ich in eine Serviette eingewickelt und in mein Baumwollsäckchen gepackt. Noch 22,60 Euro über.

Nachdem wir in Berlin angekommen sind, war unser erster Stopp das Museum. Es waren echt geile Maschinen ausgestellt und es hat super viel Spaß gemacht! Mein Freund ist ein riesiger Motorrad-Fan (würde aber unter Umständen trotzdem auf ein E-Bike umsteigen, wenn es ein super geiles gäbe, das hat er mir zugestanden, zwar knurrend, aber immerhin :P). Danach sind wir zum Görlitzer Bahnhof gefahren, weil wir zum Original Unverpackt wollten. Ich wollte unbedingt Döschen für selbstgemachten Lippenbalsam kaufen, er eine Rasierseife. Auf dem Weg haben wir dann bei Spätzle Express jeweils eine Portion Käsespätzle mit Zwiebeln zu 4 Euro gegessen. Das Essen war sehr lecker – allerdings waren dann nur noch 18,60 Euro über.

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Im Unverpackt Laden bin ich dann echt konsequent gewesen (was mich ehrlicherweise auch überrascht hat), und zusätzlich zu den Dosen nur ein Gemüsenetz und etwas Kohle gekauft, um meine selbstgemachte Mascara zu färben.

Im Anschluss haben wir einen Spaziergang durch Berlin gemacht und uns bei Shoeshine einen Coffee To Go gekauft. Den habe ich in meinem Bamboo Cup transportiert (der Americano war übrigend hervorragend, echt sehr lecker und mit 1,30 Euro sehr günstig). Direkt neben dem kleinen Café sind wir auf den I like paper Laden gestoßen. Vor allem die Uhren haben uns sehr gut gefallen. Sie sind aus Papier gemacht und online kann man sogar sein eigenes Design festlegen – zu einem moderaten Preis von 15 Euro. Sehr cool!

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Danach haben wir uns auf den Weg zur Simon-Dach-Straße gemacht, im strömenden Regen. Ich hätte barfuß laufen können und es hätte keinen Unterschied gemacht, so nass waren meine Füße. Wir sind dann in einem kleinen Café eingekehrt, um ein wenig zu trocknen. Dort haben wir uns einen Latte Macchiato und ein kleines Schokoküchlein geteilt, zusammen hat beides 5 Euro gekostet – sprich 2,50 Euro von meinem Budget gingen dafür drauf. Macht noch 16,10 Euro. Weil wir vor Ort gegessen haben, ist kein Müll angefallen 🙂

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Dann trieb es uns zu Max nach Reinickendorf, wo wir unsere Sachen ablegten und die Nacht verbringen würden. Wir sind dann gemeinsam mit ihm zum Mehringdamm gefahren und im Bergmann Kiez zur Feier des Tages bei Knofi essen gegangen. Ich habe mir einen Knofi Teller und eine Apfelsaftschorle bestellt. Damn, war das Essen gut. Sowas feines. Geniale Linsenbuletten, leckere Aufstriche und gutes Brot. Für beides zusammen habe ich 11 Euro bezahlt. Da waren es noch 5, 10 Euro.

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Am Abend gab es noch ein Bier beim Späti – ein gutes altes Sterni, versteht sich. Das kam zu 1 Euro. Macht 4,10 Euro für Tag 2.

Tag 2

Der erste Gang führte uns zum Bäcker. Der war ehrlich gesagt nicht besonders lecker, aber das Frühstück sättigte. Für mich gab es ein Brötchen und ein gekochtes Ei, die kamen zusammen zu 0,75 Euro, sodass mir noch 3,35 Euro für den restlichen Tag blieben. Wir machten uns dann wieder auf zum Mehringdamm, weil ich dort zu LPG Bio wollte. Der Laden war wahrscheinlich vor seinem Leben als Biomarkt eine Tankstelle. An sich ist der Supermarkt echt gut sortiert, allerdings fand ich es echt seltsam, dass man seine „Naturwaren“, sprich Drogerieprodukte, separat bezahlen musste. Ich habe mir Kupfertücher sowie eine Haarbürste von Redecker gekauft. Ich wollte schon so lange eine Haarbürste aus Holz haben – endlich hatte ich sie! Ich finde übrigens, dass sie ultra gut kämmt. Bin also – bislang – sehr zufrieden.

 

Unser Weg führt uns dann über die Lindenstraße zur Museumsinsel, wo wir uns ein bisschen die Beine vertraten. Eigentlich wollten wir einfach nur zurück nach Leipzig, weil uns unser „Dorf“ so gefehlt hat. Ich muss sagen, Berlin hat schöne Ecken, aber ich würde dort auf gar keinen Fall wohnen wollen! Mir ist das einfach zu groß und ich finde die Stadt auch nicht schön. Auf dem Weg zur Museumsinsel haben wir dann noch die Bücherzelle entdeckt – dort kann man ausgelesene Bücher ganz einfach abgeben und sich selbst ein neues Buch zum Lesen mitnehmen! Tolle Sache – wir haben uns ein Buch über Gartengeräte mitgenommen.

 

Der letzte Weg in Berlin führte uns zum Alexanderplatz, weil dort unser Bus abfuhr. Ich hatte mir eine Mini-Pizza für 1,50 Euro gekauft – blieben noch 1,85 Euro. Die war in Ordnung, aber nicht der Rede wert. Den Rest der Zeit saßen wir bei Thalia und haben gelesen, Ludwig ein Buch von seinem Lieblings-Rolf und ich ein Buch von Smarticular und eins von Nadine Schubert.

Wir haben uns dann noch einen Laden im Alexa angeschaut – Fresh Line Cosmetics. Die Verkäuferin war sehr lieb und hat uns alle Produkte goldig vorgestellt und ausprobieren lassen. Da wir aber bereits Unmengen an Seifen zu Hause haben, haben wir nichts gekauft. Ohne etwas zu kaufen den Laden zu verlassen, hat mir echt weh getan, weil sich die Verkäuferin so eine Mühe gegeben hatte. Aber so ist das manchmal 😦

Zuletzt kehrten wir bei McDonals ein (shame on me), denn da gab es günstiges Essen. Den Veggieburger konnte ich mir nur leisten, weil ich noch ein paar alte Centstücke gefunden hatte (er kostet 1,89 Euro). Damit lag mein Budget bei -0.04 Euro. Knapp verfehlt. Durch die Abgabe von zwei Pfandflaschen konnten wir uns noch eine Flasche Wasser für die Fahrt leisten. Juhuuu! Und dann ging es ab nach Leipzig! Wir waren echt froh, wieder hier zu sein. Hier erreicht man nämlich alles, was man braucht, in Null Komma Nichts!

Wie ist das bei euch: Wo ging euer letzter Trip hin und konnte man dort gut „green shoppen“?

Greeetz, Marisa

2 thoughts

  1. Ich finde die Idee mit der 25 Euro Challenge super gut und werde es mal selber machen! Was sind Kupfertücher? Sind die „I Like paper“ Uhren stabil? Habe sie mir gerade angesehen und mich verliebt…

    Mein letzter Tripp…ging nach Leipzig! Meinen eigenen To-Go-Becher habe ich eh immer mit oder ich kehre irgendwo ein. Ich sollte aber wohl darauf achten, häufiger eine Brotdose für Snack mit zu nehmen.

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    1. Kupfertücher sind Tücher, die Kupferfäden enthalten – die werden im Wasser weich, deshalb kann man damit quasi alles putzen ohne, dass es zerkratzt 🙂 wir hatten schon den Eindruck, dass sie relativ stabil sind! Sind aus dem gleichen Material hergestellt wie die Sachen von paprcuts, die haben wir und die sind eigentlich alle stabil 🙂
      Oooh wie schoen!! Wie hat dir Leipzig gefallen?:)
      Glg, Marisa!

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