12 + 3 Plastikfreie Geschenkideen

Bald steht Weihnachten vor der Tür! Damit man am 23. Dezember nicht plötzlich in Stress verfällt, weil man noch keine Geschenke geschweige denn Ideen hat, lohnt es, sich früh über Geschenke Gedanken zu machen. In diesem Jahr habe ich mir vorgenommen, ausschließlich plastikfreie Geschenke zu machen und nur Dinge zu verschenken, die man lange nutzen kann und so gut für die Umwelt sind. Meine Ideen möchte ich gerne mit euch teilen, deshalb der Post. Ich hoffe, dass euch die Ideen inspirieren und vielleicht macht der ein oder andere ja was nach 🙂 Falls ja würde ich mich auf jeden Fall sehr freuen, wenn ihr mir davon erzählt! Und jetzt: Viel Spaß beim Stöbern!

1. Backmischungen

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Backmischungen verschenken bedeutet für mich irgendwie: Momente schenken! Momente, in denen man mit seinen Keksen/Brot etc. mit anderen zusammen sitzt und Spaß hat. Deshalb habe ich mich sehr gefreut, als ich zum Geburtstag selbst zwei Backmischungen geschenkt bekommen habe (eine gekaufte und eine selbst zusammengemischte). Weil die Gläser nicht nur einen leckeren Inhalt beherbergen, sondern auch super schön anzusehen sind und ohne Müll auskommen, finde ich, dass sie sehr gut als Weihnachtsgeschenk geeignet sind! Und so geht’s:

Vegane Chocolate Chip Cookies

Schichtet in einem Glas (z.B. so einem, von unten nach oben):

175g Mehl

1 Messerspitze Natron

1 Prise Salz

55 g Rübenzucker

55 g Kokosblütenzucker

1TL Vanillinzucker

100 g gehackte Schokolade (vegan)

50 g gehackte Mandeln (oder Mandelstifte)

Das Glas könnt ihr dann zum Beispiel mit einer schönen Karte bzw. einem Aufkleber zum Beschriften verzieren. Auf diesem könnt bzw. solltet ihr auch auflisten, wie die Kekse zu backen und welche Zutaten noch hinzuzufügen sind. In unserem Fall sind das:

125g rein pflanzliche Margarine (auf Zimmertemperatur)

Zubereitungshinweise:

  1. Ofen auf 190 Grad vorheizen.
  2. Margarine und die drei Zuckersorten miteinander vermengen, bis eine cremige Masse entsteht. Parallel dazu Mehl, Natron und Salz vermengen und mit der cremigen Masse vermengen.
  3. Mandeln und Schokolade unterheben.
  4. Mit einem Esslöffel kleine Teighaufen auf einem mit Backpapier ausgelegtem Backblech verteilen. Dann die Kekse für rund 10 Minuten backen.

Der/die Beschenkte wird sich bestimmt sehr freuen und auch noch nach Heiligabend über euer Geschenk nachdenken 🙂

2. Deo

Viele wissen gar nicht, wie gut selbstgemachtes Deo ist (und wie günstig!). Es kommt ohne Schnörkel aus und man kann ganz allein bestimmen, wie genau man riechen mag! Wie man Deopralinen und Deocreme herstellt, das habe ich euch schon hier gezeigt. Flüssiges Deo herzustellen ist aber mindestens genauso einfach.

Alles was ihr braucht ist:

Eine alte Deoflasche

2 TL Natron

100ml abgekochtes, aber abgekühltes Wasser (sonst wird das Natron zur Lauge!)

Etwas ätherisches Öl

Löst das Natron im Wasser auf. Sobald sich das Natron gut verteilt hat, könnt ihr das ätherische Öl dazu geben. Anschließend in die Deoflasche umfüllen. Und schon ist das Deo fertig J Wichtig: Vor jeder Anwendung gut schütteln!

3. Lipbalm

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Die meisten Menschen benutzen (vor allem im Winter) Lippenbalsam, damit die Lippen nicht spröde werden. Dafür gehen meist unzählige Labellos drauf inklusive ihrer Verpackungen. Bietet euren Freundinnen doch lieber an, dass ihr euren selbstgemachten Lipbalm immer wieder für sie auffüllt! Das geht super schnell und ist besser für die Umwelt. Wie es geht, habe ich hier schon einmal erklärt. Dosen für den Lipbalm bekommt ihr zum Beispiel hier.

4. Badepralinen

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Selbstgemachte Badepralinen machen Einiges her! Vor allem in der kalten Jahreszeit freut sich doch jeder über eine kleine, warme Auszeit. Die Badepralinen, die ich hergestellt habe, sind vor allem pflegend, sprich: sie hinterlassen einen sehr öligen Film auf der Haut, dank dem man sich das Eincremen im Anschluss sparen kann. Wer das nicht mag, sollte also lieber die Finger von dem Rezept lassen. Für alle anderen heißt es an dieser Stelle: ab in den Supermarkt (oder wahlweise an den Küchenschrank)! Ihr braucht:

30g Kakaobutter

2 EL Kokosöl

60g Natron

40g Zitronensäure

40g Stärke (ich habe Maisstärke benutzt)

1 EL Meersalz, grob

4-6 Rosenknospen

Ein paar Tropfen ätherisches Öl (hier habe ich Rose benutzt)

Pralinenförmchen/Eiswürfelförmchen

Setzt zunächst ein Wasserbad an und schmelzt das Kokosöl und die Kakaobutter. In der Zeit könnt ihr schon mal die pulvrigen Zutaten miteinander vermengen und die Rosenknospen klein schneiden. Wenn die Öle gut geschmolzen sind, gebt sie zu den pulvrigen Zutaten hinzu und rührt gut um, bis eine homogene Masse entsteht. Im Anschluss werden dann die Rosenknospen und das ätherische Öl hinzugegeben. Die Masse dann in die Eiswürfelformen umfüllen und ins Eisfach stellen. Nach rund zwei Stunden könnt ihr sie dann rausnehmen! Wenn ihr keine Eiswürfel- und/oder Pralinenformen habt, könnt ihr auch mehr Stärke hinzugeben, dann ist die Konsistenz nicht so flüssig und man kann sie rollen und so trocknen lassen. Wichtiger Hinweis: Sie funktionieren nur in mindestens lauwarmen Wasser.

Verpackungs-Tipp: Verpackt die Pralinen in einem schönen Einmach-Glas.

5. Seife

Was erstmal langweilig klingen mag, ist eigentlich super spannend. Es gibt so viele verschiedene Sorten Seife, in kleinen Manufaktur-Läden könnte ich persönlich Stunden verbringen. Es gibt so viele Formen, Farben, Wirkweisen & Co. Wenn man jemandem eine Freude machen will, warum nicht eine Seife mit einer schönen Seifenschale schenken? Besonders tolle Exemplare habe ich neulich bei Tranquillo entdeckt! Schöne, handgemachte Seifen gibt es zum Beispiel hier.

6. Körperpeeling

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Kaffeesatz ist für die meisten wahrscheinlich nicht sonderlich sexy, sondern Müll. Das muss aber nicht sein: Hebt den Kaffeesatz auf und macht ein fesches Körperpeeling daraus! Alles was ihr dafür braucht:

Kaffeesatz von 10 Tassen Kaffee

4 EL Honig

1 EL Meersalz, grobkörnig

Eine Prise Zimt

Eine Stange Zimt zur Deko

Mischt die Zutaten miteinander, bis eine cremige Masse entsteht. Je nach Konsistenz des Kaffeesatzes kann dafür mehr oder weniger Honig draufgehen, ich habe mit 4 EL aber gute Erfahrungen gemacht!

Verpackungs-Tipp: Verpackt das Peeling in einem schönen Glasgefäß und fertig ist euer Geschenk!

7. Peggy’s Knoblauchöl

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Zu Weihnachten schenke ich meinem Papa dieses Jahr selbstgemachtes Knoblauchöl! Wir sind beide Knobi-Junkees deshalb passt das ganz gut 🙂

Dafür habe ich Sonnenblumenöl in einem Topf angewärmt und währenddessen einige Knoblauchzehen geschält. Die habe ich dann längs etwa bis zur Hälfte eingeschnitten. Sobald das Öl warm war habe ich die Konblauchzehen dazugegeben und das Ganze etwa eine halbe Stunde ziehen lassen. Dann habe ich noch Pfefferkörner und etwas Rosmarin dazugegeben und die Mischung in eine schöne, luftdichte Glasflasche gefüllt. Bis Weihnachten zieht das Knoblaucharoma jetzt noch schön weiter 🙂

 

8. Pflanzen

Pflanzen (natürlich noch lebendig und im Topf) sind meiner Meinung nach eine tolle Geschenkidee! Besonders, wenn man jemanden beschenkt, den man unter Umständen nicht so gut kennt. Vor allem Kakteen eignen sich da gut, weil sie leicht in der Pflege sind, aber ordentlich was her machen! Auch Gutscheine oder Geldgeschenke kann man super mit einer Pflanze, statt in Folie verpackt verschenken!

 

9. Rasierstuff

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Eine gute, nachhaltige Rasur wünscht sich doch jeder, oder? Gerade die Rasierer, die besonders nachhaltig und dafür prädestiniert sind, lange zu halten, sind meist hochwertig und eignen sich deshalb gut als Geschenk! Tolle Rasierer gibt es zum Beispiel bei Heisenbeard – dort werden die Rasierer auch von Hand gefertigt. Eigentlich sind sie eher für Männer gedacht, aber ich finde, dass man die auch als Frau super nutzen kann. Ansonsten sind Rasierseifen als verpackungsfreie Alternative zu Rasierschaum natürlich ein schönes Geschenk. Unverpackte Rasierseifen findet man zum Beispiel im Unverpacktladen des Vertrauens oder zum Beispiel von Klars. Die kommt in einer schicken Aluminiumdose, die man im Anschluss super weiterverwenden kann. Auch hochwertige Rasierpinsel bzw. ganze Rasierstationen sind eine tolle Idee. Sowas würde man sich sonst wahrscheinlich eher nicht leisten, aber sie halten ewig und sind deshalb eine gute Wahl 🙂

 

10. Ein guter Plan

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Was habe ich mich geärgert, als ich von Ein guter Plan gehört habe, aber schon einen Kalender für 2018 gekauft hatte. Ein guter Plan ist ein Jahresplaner, der dazu anhält, sich auch mal eine Minute Zeit zu nehmen, um durchzuatmen. Achtsam zu sein. Gut mit sich selbst umzugehen. Ich selbst verschenke dieses Jahr auch einen – an einen Menschen in meinem Leben, der zu wenig auf sich selbst achtet! Ich finde den Planer einfach super schön und die Kombination aus Sachtexten, Kalender und Achtsamkeitsampeln gefällt mir auch sehr gut. Zu kaufen gibts den Planer hier.

 

11. Seedbombs

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Hobbygärtner aufgepasst! Und auch all diejenigen, die welche beschenken: Mit Seedbombs kann man ganz einfach selbst zum „Urban Gardener“ werden und seine Gegend (oder auch nur den eignen Balkon) verschönern + begrünen. Seedbombs sind kleine Kugeln aus Erde, Ton und Samen, die man in den Boden drückt, gießt und dann wartet, bis etwas aus ihnen erwächst. Es gibt viele verschiedene Sorten und ein kleiner Beutel (10 Bombs) kostet zwischen 8-9 Euro. Ich habe auch echt lange überlegt, weil der Preis echt happig ist, aber sie sind in Deutschland hergestellt und verpackungsfrei. Wem das zu viel ist: Man kann Seedbombs auch selbst herstellen. Ich habe das noch nicht selbst ausprobiert, allerdings hat Geschnackvoll das ausprobiert und dazu ein cooles Rezept online gestellt. Alles, was ihr dafür braucht sind:

Saatgut

Tonpulver

Erde

Etwas Wasser

ein Behältnis zum Mischen

Wies dann weiter geht, könnt ihr direkt bei Geschnackvoll lesen. Ein toller, interessanter Post 🙂

 

12. Erlebnisse

Am aller schönsten sind natürlich Erlebnisse. Die sind im Gegensatz zu materiellen Dingen nicht vergänglich und brauchen keine Verpackung. Wie wäre es zum Beispiel mit einem Nachmittag in einem Escape Room oder im Jumphouse? Macht euren Liebsten doch so eine Freude, die sie immer dabei haben und nie vergessen.

Extra: Kreativ plastikfrei verpacken

1. Zeitung

Jeder kennt sie: die Werbezeitungen, die trotz oder gerade wegen des „Bitte keine Werbung“ Stickers in unseren Briefkästen landen. Aber nicht verzagen: Sie werden ihren Zweck erfüllen. Und zwar als Geschenkpapier zu Weihnachten! Sieht doch gar nicht so schlecht aus, oder?

2. Stoff

Stoffverpackungen („Knot Wraps“) werden immer beliebter. Inzwischen gibt es sie auch bei großen Ketten wie zum Beispiel Lush. Man muss aber nicht immer neuen Stoff kaufen, um seine Geschenke zu verpacken. In Stoffläden kann man häufig nach alten Mustern oder Stoffresten fragen. Ansonsten tun es auch ausgediente Tshirts, die man zerschneidet. Sofern man die Enden umnäht, können Stofftücher auch vom Beschenkten zum Wiederverpacken genutzt werden und so ist der Stoff als Verpackungsmaterial eine nachhaltige, langlebige Alternative zu Geschenkpapier. Man kann natürlich auch Baumwollsäckchen nehmen, die danach zum Einkaufen von Obst weiterwendet werden können 🙂

3. Glas

In Glas kann man so viele Dinge verpacken, zum Beispiel selbstgemachte Kosmetik oder selbstgemachte Öle, Brotaufstriche, Gewürze etc. Auch selbstgegossene Kerzen oder Seifen lassen sich super schön in Glas verpacken. Im Anschluss kann das Glas zum Beispiel zur Lebensmittelaufbewahrung weiterverwendet werden. Aus dieser Sicht wirklich eine tolle Sache, um Geschenke ansprechend zu verpacken.

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Damit wünsche ich euch viel Spaß beim Beschenken und eine besinnliche Vorweihnachtszeit. Falls ihr noch Anregungen oder Ideen habt, hinterlasst mir gerne einen Kommentar!

Greetz, Marisa