Müllanalyse #1: Januar

Nach einem laaaangen Winterschlaf (zumindest hier auf dem Blog, was nicht zuletzt auch meiner Bachelorarbeit zu schulden ist) melde ich mich nun zurück. In der Hoffnung, mich bald häufiger zurückmelden zu können 🙂

Wie einige von euch vielleicht schon via Instagram mitbekommen haben, habe ich meinen Müll seit Anfang Januar (Neujahrsvorsätze) in einem großen Glas gesammelt. Heute möchte ich gerne auswerten, was so alles im Müll gelandet ist. Darauf habe ich mich schon Anfang des Monats gefreut 😀

Müll Teilbild 3
Ein kleiner großer Überblick

 

Da man auf dem Überblick-Bild nicht so viel erkennen kann, habe ich nochmal drei Detail-Fotos geschossen.

Müll Teilbild 1
Kaffeeverpackungen, Medizin und die Überreste von Weihnachten

Wie ihr seht, seht ihr leider noch viel zu viel. Was mich aber sehr gefreut hat ist, dass nur ein ganz kleiner Teil des Mülls durch mein Einkaufsverhalten bei Lebensmitteln entstanden ist. Aber nun zu dem Bild: Oben links sehen wir eine Verpackung von Einhornkondomen, die stellvertretend für weitere steht. Das ist Müll, hinter dem ich voll und ganz stehe (wobei ich mich frage, wo die anderen hin sind). 😀 Nebendran ist eine Kaffeeverpackung gelandet. Den Kaffee hat mir ein Freund im Sommer aus Ecuador mitgebracht und ja, den habe ich dann auch aufgebraucht, ihn wegzuwerfen wäre aus meiner Sicht wenig zielführend gewesen 🙂 Aber für hier habe ich inzwischen ganz gute Lösungen zum Kaffee-Kaufen gefunden: Eine Rösterei hier aus Leipzig bietet Kaffee an, den sie vor Ort mahlen und in die eigene Dose packen. Alternativ kaufe ich einfach Bohnen und mahle sie selbst.

Daneben kommen zwei Momente der Schwäche: Grill & Ofenkäse. Eigentlich hatte ich meinen Freund gefragt, ob er mir diese Gemüse-Stäbchen aus der Kühle mitbringen kann, weil ich super fertig war und einfach schnell etwas essen wollte, was ohne Plastik auskommt. Die gab es leider nicht und da hat er den mitgebracht. Ja, ich habe den Käse gerne gegessen, auch wenn ich ihn ziemlich sicher nicht gekauft hätte.

Zur Sinupret-Verpackung: naja, ich war eben krank und der Arzt hat sie mir verschrieben. Das ist Müll, hinter dem ich ebenfalls total stehe. Es gibt einfach Dinge, da kann man kaum sparen bzw. sollte man es nicht. Zu kleinlich muss man auch nicht sein (finde ich).  Ansonsten sind noch Reste von Weihnachten (Weihnachtsmann-Folie), ein Brieffenster, eine Teebeutel-Verpackung (bin ich gerade am aufbrauchen, war auch geschenkt), Etiketten, noch mehr Erkältungskram und zwei Plastiktütchen bzw. Teile, bei denen ich gar nicht mehr weiß, woher sie stammen, angefallen.

Müll Teilbild 2
Klopapier und Bonbons

Auf dem nächsten Bild sind eigentlich nur zwei Sachen komplett neu: Eine Packung Klopapier und der Haufen Bon-Bon-Papiere. Leider war bei unserem Unverpacktladen das Smooth Panda leer, sodass ich normales (immerhin recyceltes) Klopapier kaufen musste. Ich muss aber sagen, dass mir Smooth Panda auf Dauer echt zu teuer ist, zumal ich sagen muss: Ich weiß nicht, ob Bambus abholzen besser ist als recyceltes zu kaufen. Da nutzt man immerhin die schon vorhandenen Materialien. Ich habe deshalb schon häufiger darüber nachgedacht, mal Klopapier im Großhandel zu bestellen, also für den Gastronomiebedarf.

Kennt ihr da einen Anbieter, der recyceltes Klopapier zu einem guten Preis anbietet?

Ansonsten sieht man auf diesem Ausschnitt noch den großen, grünen Haufen Bon-Bon-Papiere. Ich will ja echt nicht alles auf meinen Freund abwälzen, aber die hat auch er mitgebracht, weil ich ihn drum gebeten habe. Leider gab es nachts an der Tanke keine anderen mehr und meine Selbstgemachten waren zu einem einzigen Bon-Bon-Knäul verschmolzen. Und wo sie einmal da waren, naja. Ich danke dir auf jeden Fall an dieser Stelle dafür, dass du nachts noch zur Tanke gerannt bist :*

Müll teilbild 4
Aufgebraucht und leergeschmaust

Nun das letzte Bild: Neben den schon beschriebenen Dingen sieht man hier noch einen Eyeliner, den ich aufgebraucht habe und ein Päckchen Tofu sowie Zinkoxid und eine Frischeente-Verpackung.

Gut, der Eyeliner wird halt leer, wenn er leer wird. An einem Rezept für einen selbstgemachten tüftele ich aber schon 🙂 Ich glaube, das wird mir ncoh sehr häufig passieren (zumindest mutmaße ich das, wenn ich meinen super vollen Kosmetikschrank ansehe).

Ich muss zugeben: der Tofu war eine ganz traurige Geschichte. Ich war ein paar Tage vor Weihnachten beim China Brenner (wer aus Leipzig kommt und da noch nie war: Go for it!). Da gab es ultra leckeren Tofu-Salat und ich wollte UNBEDINGT einen zuhause selbst machen. Da ich noch im Kopf hatte, dass es bei unserem Konsum Tofu im Glas gab, habe ich alle nötigen Zutaten gekauft und bin dann noch schnell zu Konsum gesteppt und schwuuups. Aus dem Sortiment genommen Da ich so frustriert war bin ich dann nochmal los und habe mir eben einen aus Plastik geholt. An diesem Tag hätte mich nichts und niemand von meinem Tofu getrennt!

Weil ich ja sehr dolle auf selbstgemachte Kosmetik stehe (sieht man zum Beispiel hier, hier und auf Instagram), meine Rezepte aber auch stetig verbessern will, wollte ich mein Deo mit Zinkoxid aufpeppen und habe deshalb welches bei unserem Spinnrad gekauft. Leider hatten sie keine anders verpackten da und ich dachte mir, wenn es im Glas verschickt wird, ist da ja auch tonnenweise Polsterung dabei, was auch wieder unnötig ist. Deshalb habe ich da zugeschlagen.

Puuh, das war jetzt viel. Was für mich hängen bleibt: Ich muss eine Lösung fürs Klopapier finden und mich damit abfinden, dass sich manche Sachen (Klebetiketten, Blister für Tabletten, Kondomverpackungen) nicht vermeiden lassen und immer wieder mal etwas aufgebraucht wird, was dann eben als Plastikmüll anfällt.

Habt ihr schon mal euren Müll analysiert? Ich finde das irgendwie spannend 😀

Ich wünsch euch was, Marisa