Sport: So gehts grüner

Als ich neulich gebeten wurde, einen Beitrag zum Thema Sport zu verfassen, war ich offen und ehrlich gesagt erst einmal ratlos. Das liegt nicht nur daran, dass ich ehrlicherweise wenig Sport mache, sondern auch daran, dass ich ewig nichts Neues mehr an Sportartikeln konsumiert habe. Nach einiger Recherche, vielen Gedankengängen und Rumgestöbere bin ich aber fündig geworden. Und so viel kann ich schon Vorweg nehmen: Ja, auch seinen Sport kann man nachhaltiger gestalten!

Equipment besorgen

Nicht jede Sportart erfordert Spezialequipment. Einige aber schon. Und so ziemlich für alle Sportarten braucht man zumindest einen Satz Sportkleidung, also etwas Bequemes, Atmungsaktives. Für Equipment jeglicher Art würde ich folgendermaßen vorgehen: Erstmal schauen, ob es man es gebraucht kaufen oder im Fall von Skiern sogar leihen kann. Das ist nachhaltiger als neue Artikel zu kaufen. Gute Anlaufstellen für gebrauchte Kleidung und/oder Equipment sind Ebay Kleinanzeigen, Kleiderkreisel  oder Ubup. Außerdem könnt ihr natürlich lokale Second Hand Läden ansteuern. Unser Humana führt beispielsweise Motorradkleidung oder auch Schneeanzüge. Es lohnt sich auf jeden Fall, diese Möglichkeit zuerst in Betracht zu ziehen. Das spart nicht nur Ressourcen, weil man etwas bereits Bestehendes nutzt, sondern auch Geld.

Apropos: Sportequipment leihen kann man entweder in lokalen Leih-Läden oder online. Hier ist bspw. leihdirwas empfehlenswert. Auf der Seite kann man sich für kleines Geld Equipment von Privatpersonen leihen. Für Ski & Snowboard gibt es idR in den Skigebieten einige Anlaufstellen zum Leihen.

Wenn man doch neue Kleidung kaufen möchte oder schlichtweg nicht fündig wird, kann man beispielsweise im Avocadostore faire Sportkleidung finden. Der Store bietet eine große Auswahl an Kleidung von verschiedenen Herstellern, wo man auch nach eigenen Kriterien filtern kann. Zum Beispiel danach, ob sie vegan ist. Bei Mit Ecken und Kanten bekommt man gelegentlich auch Sportequipment im weiteren Sinne, wie beispielsweise Yoga-Matten oder Yogaklötze (Stand: März 2019). Da der Store aussortierte, unperfekte Teile vertreibt, wechselt das Sortiment aber ständig.

Was konventionelle und faire Sportkleidung gemeinsam haben: Sie besteht sehr oft aus Synthetik-Fasern, welche z.T. aus Erdöl gewonnen werden und Schadstoffe enthalten. Dadurch ist die Kleidung atmungsaktiv und trocknet schnell, aber nicht besonders ökologisch. Deshalb gilt hier: Weniger ist mehr. Ein Top reicht in der Regel, eine Hose auch. Man braucht nicht für jeden Tag neue Sportklamotten.

Eine Sportkollektion der anderen Art hat das Label Trigema auf den Markt gebracht. Die Change-Kollektion besteht aus Baumwolle und ist Öko-Tex zertifiziert.

Sportkleidung waschen

Wie eben bereits erwähnt besteht Sportkleidung sehr oft aus Synthetikfasern, die sich beim Waschen rauslösen können. Diese extrem kleinen Fasern können nicht in Kläranlagen aus dem Wasser gefiltert werden und landen deshalb in Gewässern, wo sie unter Umständen von Tieren gefressen werden. Die Fasern sind im Endeffekt Mikroplastik. Abhilfe schafft der Guppyfriend Washing Bag. Man kann alle Klamotten, die Synthetik-Fasern enthalten, in diesen Beutel geben. Er fängt sie Fasern auf und verhindert so, dass sie ins Abwasser gelangen.

Als Waschmittel reicht ein selbst gemachtes vollkommen aus. Ihr braucht zum Waschen von Sportkleidung keine Chemiebomben mit Inhaltsstoffen, die kein Mensch aussprechen kann.

Nachhaltige Sportarten

Nicht jeder Sport, der gut für den Körper ist, ist auch gut für die Umwelt. Mein Lieblingsbeispiel ist der Alpentourismus. Immer mehr Menschen wollen Ski fahren, aber es liegt immer weniger Schnee. Was passiert? Massenweise künstlicher Schnee wird mithilfe von Schneemaschinen erzeugt, was sehr viel Energie frisst. Außerdem hinterlassen diejenigen, die bspw. Wandern gehen, extrem viel Müll. Ich schätze, dass eine Sportart, die regional ausübbar ist und für die kein Eingriff in die Natur erfolgen muss, am nachhaltigsten ist. Auch Motor“Sport“ ist alles andere als nachhaltig. Im Gegenteil: Es werden sinnlos Treibhausgase in die Welt geblasen. Hinzu kommt, dass der Sport gerade bei gepumpten Maschinen sehr laut ist – das kann sich nachteilig auf heimische Tierarten auswirken. Man sollte also immer prüfen, ob dafür andere Menschen, Tiere oder die Umwelt leiden müssen.

Ich hoffe, dass ich euch mit diesem Beitrag einen ersten Überblick über das, was nachhaltigen Sport aus macht, verschaffen konnte. Wenn ihr noch Anregungen/Ideen habt, kontaktiert mich gerne bei Instagram. Ich verstehe meine Beiträge als niemals-zu-Ende-geschrieben!

 

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