Ideen für ein Zero Waste Osterfest

Ich hatte euch bei Instagram gefragt, zu welchen Oster-Themen ihr euch einen Blog-Beitrag wünscht. Weil mir einige geschrieben hatten, dass sie gerne zu allen drei Vorschlägen (Basteln/DIY, Rezepte und Geschenkideen) etwas lesen würden, bekommt ihr nun auch zu allen Vorschlägen was. You want it all, you get it all und so.

Geschenkideen

Eigentlich ist Ostern ja im Gegensatz zu Weihnachten nicht wirklich ein Anlass, um sich etwas zu schenken. Ich finde es trotzdem schön, wenn man sich im Kreis der Familie kleine Aufmerksamkeiten versteckt.

Eierkartons zu Osterkörbchen Upcyceln

Klassischerweise – oder so war es zumindest bei uns, als wir klein waren – werden Körbchen versteckt. Bei uns war es jedes Jahr das gleiche Körbchen. Enthalten war immer eine Überraschung und Süßkram. Letztes Jahr habe ich das erste Mal mit der Familie meines Verlobten Ostern gefeiert, weshalb es da natürlich keine „festen“ Körbchen gab. Ich habe deshalb alte Eierkartons verwendet, um kleine Osterkörbchen zu basteln. Die sahen dann am Ende so aus:

IMG_1898.JPG

Im Endeffekt ist es so einfach, wie es aussieht: Ich habe Altpapier genutzt und dieses einheitlich mit „Frohe Ostern“ und einem Häschen bemalt. Später kamen dann noch Namen darauf, damit auch jeder weiß, wessen Körbchen das ist. Gefüllt haben wir die einzelnen Eier-Departments mit einer Seife, etwas Selbst gemachtem  (in unserem Fall Badesalz oder Bodylotion), einem Handcreme Bar (war auch selbst gemacht, aber in allen Körbchen) und Schokolade. Man kann aber unglaublich variieren. Je nachdem, für wen das Körbchen bestimmt ist. Ihr könntet beispielsweise auch DIY Bienenwachstücher, Lipbalm oder Gutscheine für gemeinsame Erlebnisse hineinpacken.

Backmischungen im Glas

Eine weitere – wie ich finde sehr schöne – Geschenkidee zu Ostern sind Backmischungen im Glas. Aktuell ist ja Bärlauch-Zeit. Wie wäre es da mit einer Backmischung für leckere Bärlauch-Brötchen? Bärlauch findet man zur Zeit vor allem in Auenwäldern. Also raus in den Wald, nehmt ein paar Blätter mit und trocknet sie. Anschließend werden sie im Mixer oder mit einem Messer zerkleinert und können dann für dieses Rezept verwendet werden:

250g Dinkelmehl 

1 TL Natron oder Backpulver

1 TL Salz

5 EL zerkleinerter Bärlauch

Diese Zutaten werden in ein Glas gegeben. Dafür eignen sich zum Beispiel alte Koksöl-Gläser oder Gläser Kichererbsen, Rotkohl etc. Frisch hinzu gegeben werden müssen dann von eurem Beschenkten noch 160 ml Wasser und 1 EL Öl nach Wahl. Diese Informationen könnt ihr in Form eines kleinen Zettels mitgeben. Genau wie die Information, wie lange die Brötchen backen müssen: 16-20 Minuten bei 200 Grad. 

Ihr könnt natürlich jedes beliebige Rezept für eure Backmischung verwenden und entsprechend variieren.

Weitere Geschenkideen

Ich persönlich finde, dass man mit liebevoll gefertigten, selbst gemachten Geschenken nie falsch liegt. Sucht euch etwas aus, dass euren Liebsten wirklich gefällt. Weitere Anregungen wären beispielsweise:

  • Gutschein-Buch für kleine Aufmerksamkeiten, zum Beispiel einmal einen Kuchen nach Wahl gebacken bekommen
  • Selbst gemachte Pflegeprodukte wie beispielsweise Badesalz, Bodybutter, Shampoo Bar
  • Zero Waste Mini-Starterset (Brotbox mit Strohhalmen, Trinkflasche oder so)
  • Ein schönes, gebrauchtes Buch (zum Beispiel von rebuy, medimops,…)
  • Einen Strauß aus frischen Kräutern (Alternative zum Blumenstrauß)
  • Einen Pflanzen-Ableger
  • Selbst gegossene Kerzen
  • Für Kinder: Gutscheine für einen Besuch im Wildpark, etwas selbst Geschnitztes, eine Schnitzeljagd im Wald

DIY-Dekoration

Dekoration gehört für viele zu Ostern wie auch zu anderen Festen wie Weihnachten oder auch Jahreszeiten dazu. Ich selbst bin ehrlich gesagt nicht so der „Deko-Mensch“. Für mich ist Dinge zu besitzen, die ich nur für einige Tage im Jahr heraus hole, irgendwie sinnlos. Deshalb finde ich Dekoration, die man danach noch verwenden kann, unglaublich gut.

Ostereier färben mit Naturfarben

Eier einfärben, als Dekoration nutzen und anschließend essen ist für mich eine Art von Dekoration, die Sinn macht. Man kann die Dekoration nämlich auch nach mehreren Wochen noch verwenden, weil es sich um ein lange haltbares Lebensmittel handelt. Ich weiß, dass das nicht für jeden etwas ist. Erst recht nicht für Veganer. Aber ich will es trotzdem mit anführen, weil es ganz einfach geht und für viele dazu gehört.

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Foto von silviarita / pixabay

Wissenswert: Konventionelle Ei-Farben

Wenn ihr schon einmal fertig gefärbte Eier gekauft habt, die in einem Karton verpackt waren, habt ihr vielleicht auch schon bemerkt, dass sich darauf eine Liste der Inhaltsstoffe befindet. Häufig wird mit E-Farbstoffen gefärbt. Diese werden auch zum Färben anderer Lebensmittel wie beispielsweise Süßigkeiten verwendet. Manche dieser E-Farbstoffe sind allerdings allergen und enthalten Zusatzstoffe, die für uns gefährlich werden können, wenn wir sie beispielsweise durch kleine Risse in der Eierschale verzehren. Diese bedenklichen Stoffe nennt man Azofarbstoffe. Sie können allerdigische Reaktionen hervorrufen und stehen im Verdacht, krebserregend zu sein. Deshalb würde ich persönlich (ohne medizinische/ärztliche Ausbildung) für mich persönlich eher darauf verzichten, sie zu nutzen.

Aber es gibt genug Alternativen. Ich habe Beispielsweise Eier mit Hilfe von Roter Beete und Kurkuma gefärbt. Sagen wir mal so: Die Naturfarben sind natürlich nicht so intensiv, deshalb war es nicht so gut, dass ich braune Eier genommen habe.

Und so gehts:

  1. Je nachdem, welche Farbe ihr erhalten wollt, müsst ihr eine passende, pflanzliche Alternative auswählen. Für Rot beispielsweise Rote Beete, für Gelb Kurkuma, für Grün Brennnessel, für Lila/Blau Rotkohl und Braun kann man durch Schwarzen Tee erhalten.
  2. Setzt einen Kochtopf pro Farbe, die ihr färben wollt, auf. Gebt die Zutaten hinein (ca. 250 g für 1 Liter Wasser) und lasst das ganze eine halbe Stunde köcheln, damit sich genug Farbe herauslöst.
  3. Reibt die Eier mit Essig ein.
  4. Nun könnt ihr die Eier in das Wasser geben und rund 11 Minuten kochen, damit sie wirklich durchgegart und damit auch haltbar sind.

Eier färben macht auch Kindern richtig viel Spaß! Ich kann das zwar nur aus Kinder-Sicht bestätigen, aber ich habe das früher wirklich gern gemacht.

Blumen-Arrangements

Blumen, jetzt mal ganz von der Tatsache abgesehen, ob noch lebend oder „tot“, sind für mich auch eine sehr schöne Dekoration für Ostern. In der Osterzeit beginnt der Frühling und damit die „bunte“ Zeit des Jahres, weil es überall blüht. Man könnte beispielsweise Frühblüher aus dem eigenen Garten gemeinsam mit seinen Kindern oder auch nur für sich selbst, umtopfen, zum Beispiel in österlich bemalte Töpfe. Dabei kann man selbst wie auch das Kind sehr kreativ sein: Es sind diverse Möglichkeiten denkbar, den Topf zu gestalten, und auch, welche Blumen man hineinsetzt. Außerdem verbringt man dann Zeit draußen bei den ersten Sonnenstrahlen des Jahres. Herrlich!

Die Variante mit „toten“ Blumen wäre, selbst einen Strauß zu binden. Ja, die Blumen fallen danach als Müll an – aber gerade wenn man Frühblüher nimmt, die ohnehin nach kurzer Zeit verblühen, finde ich das vollkommen in Ordnung. Hier hat man die Wahl, entweder aus dem eigenen Garten zu pflücken oder eine Slowflower-Gärtnerei seines Vertrauens zu besuchen. Slowflowers werden ohne Pestizide und in kleineren Mengen angebaut – sie sind quasi bio und damit deutlich besser für die Umwelt, als konventionelle Blumen vom Großmarkt, die man in den meisten Blumengeschäften bekommt. Ich werde dieses Jahr zu Ostern eventuell einen Ostergesteckkurs bei Erna Primula – unserer Slowflower-Gärtnerei in Leipzig von der lieben Chantal – besuchen. Sollte das Gesteck mal nicht mehr sein wird es entweder zu Blütenkonfetti verarbeitet, getrocknet und weiterhin da behalten oder kompostiert.

Hasen: Nähen, töpfern oder anderweitig „maken“

Wer unbedingt einen Hasen will, der kann allein oder mit seinen Kindern kreativ werden. Es gibt viele Möglichkeiten, einen Hasen selbst zu machen. Wie wäre es beispielsweise im Rahmen eines Töpferkurses? Ich weiß noch, dass wir damals total viel getöpfert haben (bei mir waren es vor allem meine Haustiere). Genäht haben wir damals zwar nicht, aber ich habe letztes Jahr von der Cousine meines Verlobten einen selbst genähten Hasen geschenkt bekommen. Das coole ist, dass man den Hasen den Rest des Jahres als Kuscheltier oder Kissen benutzen kann, das war also ganz in meinem Sinn: Keine Deko-Objekte, die nicht einen weiteren Zweck erfüllen. Für weitere Inspiration sind übrigens die sog. „Kids Maker Days“ eine tolle Quelle. Das sind Seminare, die in verschiedenen Städten stattfinden und in deren Rahmen Kinder sich im Herstellen von Dingen ausprobieren können. In Leipzig findet die Veranstaltung das erste Mal in den Herbstferien 2019 statt.

Rezept für Schoko-Osterhasen

Es gibt ein paar Dinge, die einfach zu Ostern dazu gehören. Darunter auch der Schoko-Osterhase. Allerdings bekommt man den meist nur verpackt, was sehr schade ist. Es gibt ein paar Bäckereien, Konfiserien und Unverpackt Läden, die Osterhasen ohne Umverpackung führen, beispielsweise Tante Olga in Köln oder der Schokoladenladen in der Herzogspitalstraße in München. Für alle, die dazu keinen Zugang haben, habe ich mir was überlegt.

Schokoladen-Osterhase selbst herstellen

Diese Variante kommt zwar nicht ganz an das Original ran, aber man kann seinen Lieben zu Ostern selbst gemachte Hasen präsentieren. Das Wichtigste, was ihr dafür braucht, ist eine Silikonform für Eiswürfel mit Oster-Motiven. Der einfache Weg wäre, Scheik aus dem Unverpackt Laden zu schmelzen und in die Form zu geben. Wer noch einen drauf setzen will, der kann die Schokolade auch selbst herstellen. Dafür braucht ihr:

60g Kokosöl (oder 30g davon und 30g Kakaobutter)

40g Kakaopulver

20g Süße nach Wahl – ich habe Agavendicksaft genommen

Optional: Toppings wie Haselnusskrokant

Schmelzt alles im Wasserbad und gießt es anschließend in die Form und schon habt ihr leckere, mit Liebe gemachte, Osterhasen! Das nächste Level wäre übrigens, sich eine hohle Form zu besorgen und dann einen richtigen Hasen wie aus dem Supermarkt zu gießen!

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