Zero Waste Grundausstattung on a Budget: Es muss nicht immer teuer sein

Edelstahlbrotbox, Glasstrohhalm, Bambusbesteck: Wenn man damit beginnt, sich mit Zero Waste, also dem Leben ohne Müll, auseinanderzusetzen, macht es den Anschein, als brauche man all diese teuren Gadgets, um selbst zu starten. Auch wenn tolle neue Brotboxen unter Umständen dazu motivieren, seine neuen Vorsätze sogleich umzusetzen, sollte eigentlich allen Teilnehmenden klar sein, dass es nicht dem Nachhaltigkeits-Gedanken entspricht, sich eine komplette Grundausstattung zuzulegen. Denn auch für die Produktion dieser Güter werden natürlich Ressourcen und Energie benötigt. Auf der anderen Seite steht unter Umständen der Wunsch, ein nachhaltiges Unternehmen zu unterstützen. Trotzdem: Man kann die vielen Zero Waste Basics ganz einfach durch nachhaltige Alternativen ersetzen, die eigentlich jeder Zuhause hat. Und dabei auch noch eine ganze Menge Geld sparen.

Flatlays wie diese findet man zahlreich auf Instagram. Aber braucht man all das wirklich?

Was sind denn eigentlich die Zero Waste Basics?

Die Liste, der Gadgets, die man laut stereotypischen Darstellungen auf Instagram benötigt, ist lang. Tausende von Flatlays mit allem, was man vermeintlich braucht, fluten den #zerowaste. Aber: Nicht alles ist notwendig. Wir beziehen uns jetzt vor allem auf das, was man To Go benötigt.

GadgetBraucht man das wirklich?
Edelstahl BrotboxMan braucht ein Behältnis, um Essen auch To Go mitnehmen zu können und ggf. auch unterwegs spontan einkaufen zu können, ja. Aber die teure Brotdose aus Edelstahl muss es nicht sein.
BambusbesteckJa, das Besteck für unterwegs ist eine coole Sache. Aber eigentlich hat jeder Besteck daheim, das er*sie auch benutzen kann.
Glas-, Edelstahl- oder BambusstrohhalmNein! Ist ein Nice to have aber eigentlich kann man auch ohne Strohhalme sehr gut Flüssigkeit aufnehmen.
Trinkflasche(n)Man braucht nicht drei verschiedene Trinkflaschen. IdR reicht eine völlig aus.
Coffee To Go CupWenn man regelmäßig und viel Kaffee unterwegs trinkt, kann man darüber nachdenken. Ansonsten ist das aber auch überflüssig.
JutebeutelJa! Jutebeutel sind günstig, man hat sie in der Regel eh daheim und kann sie vielfältig einsetzen…
Brötchenbeutel, Gemüsenetze & Co.…zum Beispiel, um Brötchen oder Gemüse zu transportieren. Dementsprechend sind separate Beutel für Obst und Gemüse ein Nice to have, aber definitiv kein Muss!

Reuse: Einfach wiederverwenden, was man hat

Für viele der oben genannten findet man ganz einfach quasi kostenlose Alternativen, wenn man sich in der eigenen Küche umsieht. Ein (altes) Einwegglas oder Einmachglas kann beispielsweise eine Brotdose ersetzen oder auch als Coffee To Go Cup funktionieren, wenn man eine Socke darüber stülpt, damit man sich nicht die Finger verbrennt. Auf Strohhalme kann man einfach gänzlich verzichten und ihn bei der Bestellung abbestellen. Jutebeutel sind echte Allrounder und liegen eigentlich bei jedem rum: Egal ob als Tragebeutel für den gesamten Einkauf oder als Gemüsenetz, der gute alte Jutebeutel reicht vollkommen aus und kann danach gewaschen und so wieder fit gemacht werden. So spart man sich das Geld für diverse Beutelchen. Speziellen To Go Besteck ist auch überflüssig. Stattdessen kann man einfach Messer, Gabel und Löffel von daheim mitnehmen und sich ein eigenes Zero Waste To Go-Kit zusammen stellen. Was wirklich sinnvoll ist, ist die Investition in eine gute Trinkflasche, wenn man nicht sowieso schon eine Zuhause hat. Vor allem eine Thermosflasche ist genial, weil sie idR ewig halten und man sowohl kalte als auch warme Getränke unkompliziert transportieren kann.

Eine Zero Waste Grundausstattung, die sogar noch mehr öko ist, als die schönen Flatlays auf Instagram, kann also ganz schön günstig sein und ist für jeden machbar! Trotzdem muss man sich nicht schlecht fühlen, wenn man sich das ein oder andere Gadget als Motivationshilfe oder einfach, weil man es brauchte, gekauft hat. Damit hilft man oft auch kleineren Unternehmen, die echte Alternativen bieten und sich für die Umwelt und faire Arbeitsbedingungen engagieren. Was man wirklich braucht, sollte man trotzdem vor jedem Kauf abwägen, um Fehlkäufe und damit den unnötigen Verbrauch von Ressourcen zu vermeiden.

Apropos: Falls du dich schon einmal gefragt hast, wie man eigentlich mit Menschen in seinem Umfeld umgeht, die eigentlich keine Lust haben, sich mit Nachhaltigkeit auseinander zu setzen, dann haben wir hier was für dich:

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