So geht umweltfreundlicher Sonnenschutz

Nächste Woche is meteorologischer Sommeranfang, so richtig heiß und sonnig wurde es aber bereits in den letzten Tagen. Grund genug, sich Gedanken über den richtigen Schutz bei Sonnenschein zu machen, denn Hautkrebs ist immer noch die Krebsart, die bei den unter 30-jährigen am häufigsten zum Tod führt. Und das, obwohl man sich schützen kann.

Exkurs: Wie entsteht Hautkrebs?

Hautkrebs entsteht, wenn wir unsere Haut zu lange ungeschützt der Sonne aussetzen. Der Grund dafür ist die UV-Strahlung der Sonne, denn diese kann das Erbgut der Hautzellen verändern. Unser Körper sortiert solche Zellen zwar relativ zuverlässig aus, es gibt aber trotzdem ab und an defekte Zellen, die durchrutschen. Aus diesen entwickeln sich dann Hautkrebs-Geschwüre, weil die defekten Zellen sich teilen. Um Hautkrebs vorzubeugen, muss man sich an zwei Grundsätze halten: Einmal die Sonne in Maßen statt in Massen zu genießen, auf der anderen Seite aber auch Sonnenschutz auftragen, wenn man in die Sonne geht. Denn in Sonnencremes sind UV-A und UV-B-Strahlungsblocker enthalten, welche es ermöglichen, dass man sich eine gewisse Zeit in der Sonne aufhalten kann, ohne Gefahr zu laufen, dass das Erbgut der Hautzellen beschädigt wird.

Sonnencremes übernehmen also eine wichtige Aufgabe für uns und gehören deshalb in jeden Haushalt. Vor allem für den Urlaub in wärmeren Regionen darf sie nicht fehlen, allerdings landen so jedes Jahr rund 14.000 Tonnen Sonnencreme im Meer und gefährden durch ihre Inhaltsstoffe sowohl Fische als auch Korallen. Einige Sonnencremes können dank ihrer Inhaltsstoffe sogar dafür sorgen, dass ganze Korallenriffe absterben. Aus diesem Grund wurden bestimmte Sonnencremes auf Hawaii auch schon verboten. Worauf muss ich also beim Einkaufen von Sonnencreme achten?

Sonnencreme ohne schädliche Chemikalien finden

Die Chemikalien, die in Sonnencremes enthalten sind und für das Korallensterben sorgen, sind primär Octinoxat und Oxybenzon, aber auch diverse Parabene. Octinoxat und Oxybenzon sind chemische UV-Filter, die dafür sorgen, dass sich die Korallen nicht mehr vermehren können und schließlich absterben. Dass diese beiden Stoffe nicht nur der Umwelt, sondern auch uns Menschen schaden, das bestätigte der Toxikologie Joe Dinar gegenüber der Tagesschau. Demnach wirken die UV-Filter wie Hormone und können Krebs auslösen.

Parabene sind Konservierungsstoffe, die in diversen kosmetischen Produkten eingesetzt werden. Das Problem ist, dass sie dem weiblichen Hormon Östrogen sehr ähnlich sind und deshalb im Verdacht stehen, den Hormonhaushalt durcheinander zu bringen. Die positive Nachricht ist allerdings, dass man Parabene recht einfach erkennen kann, denn sie enden immer auf „-paraben“. Neben Parabeln, Octinoxat und Oxybenzon sind aber zum Teil auch Mikroplastik und weitere, hormonell wirksame Stoffe enthalten, die man sich weder in der Umwelt, noch am eigenen Körper wünscht. Deshalb hat EKOLOGISKA drei Sonnencremes gesucht und gefunden, die man bedenkenlos verwenden kann.

Diese Sonnencremes kann man bedenkenlos verwenden

i+m Sun Protect Sonnenmilch (SPF 30)

Die Sonnenmilch von i+m enthält keine der oben genannten Inhaltsstoffe. Auffällig sind lediglich Citral (potentielles Allergen, natürlicher Duftstoff) und Stearic Acid (könnte unter Umständen aus Palmöl gewonnen worden sein, kann man aber nicht nachweisen). Die Creme ist vegan, extra als Riff-freundlich ausgewiesen und trägt das Klimaneutral-Siegel. 100ml kosten 16,90 Euro.

Villa Lavanda Sonnenschutz (SPF 30)

Der Sonnenschutz von Villa Lavanda kommt aus einer kleinen Manufaktur in Hamburg und wird wie alle anderen Produkte auch nur auf Bestellung gefertigt. Auch diese Sonnenmilch enthält keine der oben genannten Inhaltsstoffe, als unter Umständen bedenklich kann Potassium Sorbet angesehen werden, ebenfalls wegen des Allergiepotentials. In dieser Sonnenmilch sind sogar zwei Stoffe enthalten, die möglicherweise aus Bestandteilen der Ölpalme hergestellt werden: Glycerin Strerate Citrate und Glycerin. Nachweisen oder Widerlegen kann man das auch hier nicht. 200 ml kosten 13,95 Euro. Pluspunkt ist außerdem, dass die Sonnencreme im Glas kommt.

Fair Squared Argan Body Sun Oil (SPF 50)

Das Argan Body Sun Oil von Fair Squared hat mit SPF 50 einen sehr hohen Lichtschutzfaktor und ist damit eine gute Alternative für Menschen, die sehr empfindlich sind. Enthalten sind keinerlei für die Gesundheit bedenkliche Inhaltsstoffe, auch hier ist allerdings mit Stearate ein Inhaltsstoff enthalten, welcher potentiell aus Palmöl hergestellt sein könnte. Das Öl ist Fair Trade zertifiziert und vegan. 150ml kosten 23,90 Euro.


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