Summa summarum KW25 – Der nachhaltige Wochenrückblick

Bild von congerdesign auf Pixabay

Nachhaltigkeit ist nicht erst seit gestern ein Thema. Nicht nur in der Gesellschaft, sondern auch in Forschung, Politik und Unternehmen ist es längst angekommen, dass sich etwas ändern muss. Oft bleibt am Ende einer Woche aber nur das Gefühl, dass noch nicht genug getan wird. Aber wöchentlich gibt es neue Erkenntnisse, Forderungen und Veränderungen. Deshalb fassen wir jeden Sonntag für euch zusammen, was in den vergangenen sieben Tagen Interessantes, Spannendes und Schönes für die Umwelt passiert ist. Für mehr Informationen zu den Themen haben wir euch Artikel und Beiträge verlinkt.

UN wird 17 Ziele nicht erreichen

Vier Jahre ist es her, dass die UN 17 Ziele festgelegt hat, um die Welt zu verbessern. Im September soll beim UN-Nachhaltigkeitsgipfel in New York eine erste große Bilanz gezogen werden. Die Bertelsmann-Stiftung hat in ihrem Sustainable development report aber jetzt schon ein erstes Zwischenfazit gezogen. Mit erschreckendem Ergebnis: Aktuell ist keins der 193 Länder auf dem Weg all diese Ziele zu erfüllen.

In Deutschland sind Altersarmut, Gleichberechtigung und öffentlicher Nahverkehr nur drei der vielen Bereiche, an denen noch gearbeitet werden muss. Auch im Bereich Umwelt haben wir noch einiges aufzuholen. Wir müssen uns mehr um den Artenschutz kümmern, um die Nitratbelastung des Grundwassers und die viel zu großen Mengen an Müll und Elektroschrott. Obwohl Industriestaaten wie Schweden, Dänemark, Frankreich, Österreich und Deutschland in dem Ranking des Reports gut abschneiden (Deutschland liegt auf Platz sechs), haben diese Länder ein noch viel größeres Problem an dem sie arbeiten müssen, als andere Länder. Ihr Konsum wirkt sich nämlich negativ auf Länder am anderen Ende der Welt aus. Zum Beispiel durch die Vernichtung der Regenwälder, den Handel mit Ländern, in denen schlechte Arbeitsbedingungen herrschen, und auch den Beitrag zum Klimawandel. Daraus folgt etwas, das unerträglich ist: Die UN musste sich eingestehen, dass ein Problem nicht nur nicht besser, sondern sogar schlimmer geworden ist: Ziel 2, Ende des Hungers. Und neben Konflikten in verschiedenen Ländern, hat dazu auch der Klimawandel beigetragen, an dem wir alle maßgeblich beteiligt sind

Fridays for Future international in Aachen

40.000 Teilnehmer sollen in Aachen bei der ersten internationalen Demonstration von Fridays For Future auf der Straße gewesen sein. 40.000 Menschen aus 17 verschiedenen Ländern. Mit Transparenten, Sprechchören und Reden verliehen die Teilnehmer ihren Forderungen Nachdruck: Kohlekraftwerke sollten demnach schnell abgeschaltet und schnellere und größere Schritte gemacht werden, um dem Klimawandel Einhalt zu gebieten. Das Schöne daran ist nicht nur die Menge der Menschen, die sich für ein gemeinsames Ziel einsetzen, sondern, dass es nicht mehr nur Schüler sind, die demonstrieren. Auch Familien mit Kindern und ältere Menschen liefen durch die gesamte Innenstadt. Damit haben alle Teilnehmer gezeigt, dass Klimawandel uns alle was angeht. Egal ob zwei, 22, 52 oder 82. Wir sind alle davon betroffen und haben es in unserer Hand, etwas zu ändern.

Ein umweltfreundlicher Kirchentag

Der evangelische Kirchentag in Dortmund war eine Großveranstaltung. Wieviele Menschen genau dort unterwegs waren, ist noch nicht abschließend ausgewertet. Am Mittwoch sollen es aber 40.000 Menschen gewesen sein. Wo viele Menschen sind, wird gegessen, alle müssen von A nach B kommen und Müll entsteht auch. Doch der Kirchentag hat sich für eine umweltfreundliche Veranstaltung eingesetzt. Angereist wurde meist mit der Bahn, vor Ort gab es Mehrweggeschirr, Mülltrennung und Lastentransport auf Fahrrädern.  Außerdem haben sich vor den Messehallen, in denen der Kirchentag stattfand, Initiativen, Wissenschaftler und Jugendgruppen vorgestellt. Auf der Veranstaltung selbst gibt es seit 30 Jahren das „Gläserne Restaurant“. Ursprünglich war das Ziel, evangelische Akademien und Bildungshäuser für die saisonale und regionale Küche zu gewinnen. Inzwischen zeigen sie nach eigenen Angaben auch, dass man für bio, saisonal und regional nicht mal die Preise anheben muss.

Aber der Kirchentag hat sich nicht nur auf den Veranstaltungsort beschränkt: Mit einer App konnten Besucher das nachhaltige Dortmund kennen lernen. Dort werden Projekte, Initiativen, Vereine und Gemeinden vorgestellt, die sich für ein umweltbewusstes und nachhaltiges Leben einsetzen. Dass Großveranstaltungen sich so viel Mühe geben, ist nicht üblich. Und gerade deshalb ist dieser Einsatz so großartig. Denn das ist das beste Beispiel dafür, dass es funktionieren kann.

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