Nachhaltig und fair gekleidet in der Umstands- und Stillzeit

Bild von Pexels auf Pixabay

Die Schwangerschaft ist eine aufregende Zeit, in welcher sich der Körper verändert und deshalb anders gekleidet werden muss. Dafür reichen weite Klamotten, die man unter Umständen bereits im Kleiderschrank hat, mitunter nicht aus. Schließlich soll man sich wohlfühlen und nichts kneifen oder zu eng sitzen. Es wird also sehr wahrscheinlich von Nöten sein, das ein oder andere zusätzliche Kleidungsstück in den Kleiderschrank aufzunehmen. Inzwischen gibt es viele Wege, das auf eine nachhaltige Art und Weise zu tun. Wie es geht, das verraten wir Euch hier.

Wie viel Kleidung muss es eigentlich sein?

Wie viele Kleidungsstücke man braucht, das hängt von vielen verschiedenen Faktoren ab, beispielsweise der Frage, wie groß der Bauch wird und wie der sonstige Kleidungsstil ist. Trägt man normalerweise viele weite Klamotten, können diese zum Teil in der Schwangerschaft weitergetragen werden, bei engen Klamotten wird das eher schwierig. Bekommt man einen sehr großen Bauch oder Wassereinlagerungen, kann es auch sein, dass man die Hosengarnitur noch einmal in einer Nummer größer beordern muss. Im Winter braucht man außerdem zusätzlich eine Winterjacke, was man sich im Sommer sparen kann. Kleidungsstücke wie Sommerkleider kann man außerdem auch besser in der Schwangerschaft tragen als Pullover oder Sweatshirts. Eine Faustregel zu formulieren ist also schwierig. Allerdings ist es ratsam, zwei Unterteile zum Wechseln zu haben sowie fünf bis sieben Oberteile, damit nicht jeden Tag gewaschen werden muss. Unter Umständen muss auch ein neuer (Still-)BH her. Was man braucht hängt also stark von den individuellen Bedürfnissen der Frau* ab.

Möglichkeit 1: Kleidung leihen

Umstands- und Stillmode braucht man in der Regel nur temporär. Klar, man kann einige Teile auch für die nächste Schwangerschaft aufbewahren, aber wenn sich bis dato der persönliche Geschmack verändert hat, dann müssen wieder neue Teile her, damit Frau* sich wohlfühlt. Aus diesem Grund gibt es einige Anbieter, bei denen man Umstandmode ganz einfach mieten kann. Der Vorteil: Nach der Schwangerschaft oder Stillzeit muss man sich nicht darum kümmern, die Kleidung wieder los zu werden und die Kleidung wird immer und immer wieder genutzt. Allerdings ist Mieten definitiv nicht die günstigste Möglichkeit, um sich in der Schwangerschaft zu kleiden. Für Frauen mit einem schmalen Budget ist das also eher keine Dauerlösung. Wie und wo man Kleidung zu welchen Konditionen mieten kann, das haben wir im Artikel „Schluss mit Schrankleichen“ bereits ausführlich behandelt. Diese Anbieter haben sich außerdem speziell auf Umstands-, Still- und Kinderkleidung spezialisiert:

Möglichkeit 2: Second Hand kaufen

Eine Möglichkeit, um sehr günstig an Umstandsmode ranzukommen, ist Second Hand Kleidung. Und das Angebot ist groß, schließlich braucht jede Frau* die Klamotten nur für einige Monate und will sie spätestens nach Abschluss der Familienplanung nicht mehr als Ballast im Schrank haben. Ob online oder offline, die Wege, an gebrauchte Umstandsmode heranzukommen, sind vielfältig. Oftmals bekommt man schon aus dem Bekanntenkreis relativ viel angeboten, was man sich ausleihen kann. Eine weitere tolle Möglichkeit sind sogenannte Kinderbasare, die es in vielen Gemeinden gibt. Hier verkaufen Menschen, die im gleichen Ort wohnen, ihre Umstands- sowie Kinderkleidung und alles, was man sonst so braucht. Als Schwangere darf man hier häufig schon etwas früher rein, um sich die besten Teile zu sichern. Dafür wird lediglich der Mutterpass benötigt. Ansonsten gibt es auch spezielle Family Second Hand Shops, die eine größere Auswahl an Umstandskleidung bieten, als normale Second Hand Shops. Daneben gibt es natürlich auch eine große Auswahl an Online-Plattformen (speziell für Mütter). Darunter

Möglichkeit 3: Neu, aber fair

Auch wenn es insbesondere vor dem Hintergrund, dass Umstandskleidung nur sehr kurz getragen wird, eher sinnlos erscheint, sich komplett neu einzukleiden (denn es gibt sicherlich genug Schwangerschaftskleidung auf dieser Welt, um alle Schwangeren für viele Jahre zu versorgen!), dürfen die fairen Labels, die Umstandsmode anbieten, in dieser Liste nicht fehlen. Und davon gibt es inzwischen einige, die wirklich schöne Umstandsmode kreieren und gleichzeitig auf Mensch und Umwelt achten.

mara mea wurde 2015 in Berlin gegründet, und zwar von Donna und Maren, zwei Freundinnen. Die Designerinnen legen Wert darauf, dass ihre Teile multifunktional, zeitlos, aber gleichzeitig Trend sind. Das gelingt ihnen vor allem bei ihren Wickeltaschen, die gleichzeitig als Rucksack, Umhängetasche, Beutel und Kinderwagen-Tasche dienen. Aber auch ihre teils hippiesk anmutende Umstands- und Stillkollektion überzeugt durch tolle Farben und schöne Designs, die einen Schwangerschaftsbauch sehr schön in Szene setzen.

Eine große Auswahl an Umstandskleidung bietet auch das Label Boob Design, das von Mia Seipel gegründet wurde. Geboten wird den Kund*innen GOTS zertifizierte Kleidung, die auch nach der Schwangerschaft als Stillkleidung weiter getragen werden kann. Darüber hinaus ist die Kleidung mit dem Oeko-Tex Standard 100 zertifiziert, sprich, sie ist frei von Schadstoffen, was vor allem in Hinblick auf die Stillzeit von Bedeutung ist, wenn das Neugeborene unter Umständen auch engen Kontakt zur mütterlichen Kleidung hat. Das Design ist sehr klassisch, sodass die Kleidung auch nach dem Tragen gut weiter gegeben werden kann. Trotzdem fehlt es nicht an der nötigen Raffinesse, was spätestens durch die Doppelfunktion als Stillkleidung deutlich wird.

Die Designerin Paula Janz aus Berlin produziert ihre Schwangerschaftsmode in Europa und legt Wert auf eine nachhaltige Produktion. Ihre Designs sind sehr feminin-verspielt, aber trotzdem irgendwie klassisch, auf jeden Fall sehr schön. Was ich außerdem toll finde ist, dass die Designerin selbst in ihrem Atelier noch berät. Dadurch wird die rundum Betreuung sehr schön abgerundet!

Schwangerschafts- und Stillunterwäsche bekommt man unter anderem bei ehrlich Textil oder auch Hessnatur zu kaufen. Ansonsten lohnt sich auch ein Blick in den Shop von hej.mom oder den Avocadostore, wo unterschiedliche Marken gebündelt angeboten werden.


In unserer Rubrik „Kinder“ findest du in Zukunft weitere Artikel rund um das Thema Schwangerschaft und Kinder. Wenn du bestimmte Fragen hast, kannst du dich auch gerne per Mail an uns wenden.

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