Nachhaltig versichert: Hier liegt der Fokus auf pflanzlicher Ernährung

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Dass Nachhaltigkeit in den unterschiedlichsten Bereichen des Lebens eine Rolle spielen kann, das merkt man schnell, wenn man den eigenen Alltag gründlich unter die Lupe nimmt: Ob Mobilität, Ernährung oder auch Finanzen, es geht überall ein bisschen umweltfreundlicher, ein bisschen nachhaltiger. So auch bei der Wahl der eigenen Krankenkasse. Mit der BKK Provita gibt es eine Alternative zur ‚konventionellen‘ Krankenkasse. Was sie von anderen Kassen unterscheidet und ob sie wirklich eine Alternative darstellt? Das erfahrt ihr hier!

Was macht eine Versicherung nachhaltig?

Bevor wir euch eine alternative Krankenkasse vorstellen, ist es wichtig zu verstehen, was eine nachhaltige Versicherung überhaupt nachhaltig macht. Hier gibt es drei zentrale Unterschiede, die man kennen sollte. Ein ganz wichtiger Unterschied ist das Investitionsverhalten der Krankenkasse bzw. Versicherung. Denn diese arbeiten mit dem Geld, das wir monatlich einbezahlen und versuchen, es möglichst zu vermehren. Nachhaltige Versicherungen schließen Investitionen in Rüstung etc. aus oder achten darauf, unser Geld nur in nachhaltige Projekte/Fonds zu investieren. Das können zum Beispiel erneuerbare Energien oder auch soziale Projekte sein. Ein weiterer Unterschied liegt in den Leistungen, die angeboten werden. Diese sind in der Regel „naturnaher“ ausgerichtet und berücksichtigen Alternativen wie Heilpraktiker stärker, als herkömmliche Krankenkassen. Zuletzt sind auch die Arbeitsweisen der Versicherung wichtig: Nachhaltige Krankenkassen achten bei Werbematerialien, Firmenphilosophie und vielleicht auch dem Firmensitz darauf, möglichst nachhaltig zu agieren und so einen Unterschied zu machen. Diese drei Kriterien gelten für alle Arten von Versicherungen, in diesem Beitrag soll es aber konkret um Krankenkassen gehen. 

Die BKK Provita: Gesetzliche Krankenkasse neu gedacht

Die BKK Provita war nicht immer nachhaltig ausgerichtet. Im Gegenteil: Erst 2014 wandelte sich die Philosophie des Versicherers. Der Grund für den Umschwung lieferte die Herzerkrankung des Vorstands, der in diesem Atemzug für sich beschloss, sich pflanzlich zu ernähren. Überzeugt vom positiven Nutzen der pflanzlichen Ernährung setzte er auch innerhalb der Versicherung den Fokus mehr auf Vegetarismus und Veganismus. In den letzten fünf Jahren entwickelte sich schließlich die Ausrichtung der Versicherung immer mehr in Richtung Nachhaltigkeit. Heute ist die BKK Provita die erste gemeinwohlbilanzierte und klimaneutrale Krankenkasse in Deutschland.

Das hört sich erst einmal toll an. Aber was bedeutet das für den Versicherungsnehmer? Als gesetzliche Krankenkasse ist die BKK Provita an die Grundleistungen nach SGB V gebunden. Diese Leistungen sind die Basis des Leistungskataloges aller gesetzlichen Krankenkassen und deshalb immer gleich. Interessant sind für Versicherungsnehmer deshalb vor allem die Satzungsleistungen. Also das, was jede Krankenkasse darüber hinaus anbietet. Die BKK Provita legt den Schwerpunkt hier ganz klar auf die Förderung der pflanzlichen Ernährung und Alternativen zur Schulmedizin (die dadurch nicht weniger unterstützt wird), wie TCM, Ayuverda oder Magnetfeld-Therapie. So werden beispielsweise die Kosten für Nahrungsergänzungsmittel wie Vitamin B12, was in der veganen Ernährung supplementiert werden sollte, übernommen. „Wir wollen den Menschen bewusst machen, dass diejenigen, die sich pflanzlich ernähren, ein geringeres Risiko haben, an Bluthochdruck, Diabetes, Herzinfarkt und Krebs zu erkranken. Da tierische Fette ungesund sind, sollten sie, wenn überhaupt, nur in geringen Mengen verzehrt werden“, sagt Vorstand Andreas Schöfbeck. Auch Heilpraktiker-Leistungen und Leistungen der Naturheilkunde können über Bonusprogramme mit bis zu 250 Euro pro Jahr bezuschusst werden. 

Preislich liegt die BKK Provita im Mittelfeld. Der Regelsatz liegt bei 15,9 Prozent. Das heißt, dass man als Selbstständiger bei einem Einkommen von 1038,33 Euro (Mindest-Bemessung laut Gesetz) ohne Anspruch auf Krankengeld rund 158,86 Euro Versicherungsbeitrag monatlich einplanen müsste. 

So kann es auch gehen: nachhaltig & fair

Dass die Krankenkasse auf Nachhaltigkeit ausgerichtet ist, das zeigt sie an vielen Ecken und Enden: So gibt es zum Beispiel eine Vollzeitstelle für eine*n Nachhaltigkeitsbeauftragte*n, sie erlegt allen Lieferanten einen Verhaltenskodex in Bezug auf Fairness auf und betreibt ihre Büros ausschließlich mit Ökostrom. Mit der GLS Bank als Partner hat sich die Krankenkasse außerdem einen nachhaltigen Finanzdienstleister an die Seite geholt. Allerdings: Da die Umstellung weiterhin läuft und es gar nicht so leicht ist, aus Verträgen auszusteigen, gibt es auch noch Verträge mit anderen Banken, die noch auslaufen müssen.  

Es ist also möglich, auch bei der Wahl der eigenen Krankenkasse eine nachhaltige Alternative zu wählen. Die muss nicht für jeden die beste sein – bei der Wahl einer Krankenkasse kommt es schließlich gerade bei spezielleren Erkrankungen auch auf andere Faktoren als die Nachhaltigkeit an. Aber es lohnt sich definitiv, sich zu informieren.


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