Besser als neu gekauft: Aufbereitete Elektrogeräte von refurbed

Besser als neu gekauft: Aufbereitete Elektronik von refurbed. Foto: Josh Calabrese | Unsplash

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Rund 40 Millionen Tonnen – so viel Elektroschrott fällt jährlich Schätzungen zufolge weltweit an. Das ist eine so große Menge, dass sie uns langsam aber sicher über den Kopf wächst. Eine Mitschuld daran trägt sicher auch die Industrie, die uns unter anderem durch die Laufzeiten der Mobilfunkverträge weismacht, dass ein neues Gerät alle zwei Jahre ein Muss ist. Hinzu kommt, dass die Hersteller inzwischen mindestens einmal im Jahr neue Modelle launchen. All das, um unseren Konsumhunger zu befeuern. Kein Wunder also, dass sich allein in Deutschland der jährliche Elektromüll-Berg auf rund 22,8 Kilogramm pro Kopf beläuft.

Die Recyclingquote von Elektroschrott liegt bei nur 30 Prozent

Besonders verheerend an der zunehmenden Schnelllebigkeit der Konsumgesellschaft ist, dass nur ein Bruchteil des anfallenden Elektromülls wiederverwertet wird. Der Rest landet entweder auf Deponien oder wird verbrannt. 

Die niedrige Recyclingquote des deutschen Elektromülls von nur 30 Prozent ist vor allem im Hinblick auf die Rohstoffe, die so verlorengehen, ein Problem. In elektrischen Geräten stecken nämlich eine ganze Reihe wertvoller Stoffe wie Gold, Kupfer, Silber oder auch Aluminium, die sich wunderbar recyceln lassen würden. Indem die Materialien aus den ausrangierten Elektrogeräten nicht zurückgewonnen werden, gehen diese Stoffe verloren – und müssen für die Produktion neuer Geräte erneut gewonnen werden. Diese Prozesse sind oft extrem aufwändig, finden in Entwicklungs- und Schwellenländern und unter schwierigen Arbeitsbedingungen statt.

Neben den Chemikalien, die zur Gewinnung der Materialien eingesetzt werden, sorgen lange Transportwege zusätzlich dafür, dass neue Elektrogeräte insgesamt eine sehr umweltschädliche Angelegenheit sind. Problematisch ist außerdem, dass die Lieferketten in der Regel intransparent sind. Neue Elektrogeräte sind also mitunter mit viel Leid verbunden, dass unter anderem durch Kinderarbeit und unzureichende Schutzkleidung entsteht. 

In dieser Folge Fairquatscht erklärt Goldschmiedin Julia Fellner, welche Probleme der Abbau von Gold für Mensch und Umwelt mit sich bringt

Die Lösung: Altgeräte, die in neuem Glanz erscheinen

Klar ist, dass es so nicht weiter gehen kann. Alleine schon deshalb, weil die Rohstoffe, die in den Geräten enthalten sind, nicht unendlich verfügbar sind. Wir können und sollten dem Wahnsinn schon vorher ein Ende bereiten, denn obwohl Elektroschrott nur zwei Prozent der Abfallströme ausmacht, stammen 70 Prozent der gefährlichen Abfallbestandteile, die auf Deponien landen, vom E-Schrott. Was aber können wir dagegen tun?

Als Verbraucher*innen haben wir die Wahl uns gegen ein neues Gerät zu entscheiden und stattdessen ein wieder aufbereitetes Gerät zu kaufen. Aufbereitete Geräte waren bereits einmal im Umlauf, werden aber vor dem Verkauf nochmals komplett geprüft, wenn nötig repariert und gereinigt, was sie von gebrauchten Geräten unterscheidet, bevor sie wieder zum Verkauf angeboten werden. Das ist aktuell die nachhaltigste Wahl, die wir treffen können – denn faire, CO2-neutrale Neugeräte gibt es nicht. Das hat auch Peter Windischhofer erkannt und aus der eigenen Not heraus mit Kilian Kaminski und Jürgen Riedel im Jahr 2017 refurbed gegründet. Einen Online-Marktplatz für gebrauchte Elektrogeräte.

Das Gründer-Trio von refurbed: Jürgen Riedl, Kilian Kaminski und Peter Windischhofer (von links nach rechts). Foto: Refurbed.

Windischhofer selbst hatte seinerzeit ein gebrauchtes iPhone im Netz gekauft, das schon nach einer kurzen Zeit den Geist aufgab. Den Schaden musste er selbst bezahlen, weil es von Seiten des Anbieters keine Garantien gab. Das war ärgerlich, aber Peter Windischhofer wollte an der Idee, nachhaltigere, gebrauchte Produkte zu kaufen, festhalten. Seine Lösung: Die Gründung von refurbed. Hier trägt der Kunde selbst kein Risiko beim Kauf, denn die Verkäufer der Plattform sorgen dafür, dass alle Produkte in einem einwandfreien Zustand sind. Dafür gibt es sogar mindestens ein Jahr Garantie.

Das Geründerteam wollte aber noch mehr für die Umwelt tun und entschied sich deshalb, noch einen drauf zu setzen: So sind refurbed™ Geräte nicht nur um ein Vielfaches nachhaltiger als Neugeräte, da sie 70% der CO2-Emissionen im Vergleich zu einem Neugerät sparen. Sondern refurbed pflanzt zusätzlich im Namen ihrer Käufer einen Baum in Ländern wie Haiti, Nepal oder Madagaskar. Dadurch sind die Geräte von refurbed 100% nachhaltiger als neue Elektrogeräte, und refurbed leistet zusätzlich einen immensen Beitrag zur Wiederaufforstung und der CO2 Bilanz unseres Planeten.

In vier Schritten zum wie-neu-Gerät

Auf dem Marktplatz von refurbed dürfen nur lizensierte Händler ihre Ware anbieten, die bereits umfassende Erfahrungen in der Aufbereitung von Altgeräten haben. Diese „Refurbisher“ bekommen die Altgeräte, indem sie gebrauchte Geräte von Firmen wie Telekommunikationsanbietern in großen Mengen einkaufen. 

Danach beginnt der eigentliche Aufarbeitungsprozess, der aus vier Schritten besteht. Zunächst werden alle Daten, die sich bisher auf den Geräten befunden haben, gelöscht und auf die Werkseinstellungen zurückgesetzt. Danach findet – je nach Bedarf – ein Komponentenaustausch statt. Im dritten Schritt werden die Geräte äußerlich aufbereitet und beispielsweise Kratzer entfernt. Im letzten Schritt landen die Produkte bei refurbed und werden den Kunden zum Kauf angeboten. Dadurch hat ein refurbed™ Gerät alle Vorteile eines Neugeräts, denn es sieht nicht nur optisch aus wie neu, sondern funktioniert technisch einwandfrei. Und das ohne neue Ressourcen in Anspruch genommen zu haben.

Aus Verbraucher*innenperspektive hat der Kauf eines refurbed-Geräts mehrere Vorteile. Schließlich wird nicht nur dafür gesorgt, dass Altgeräte länger in Betrieb bleiben und so nicht zu E-Schrott werden, man spart als Kunde auch noch eine ganze Menge Geld. Die aufgearbeiteten Geräte sind nämlich bis zu 40 Prozent günstiger im Vergleich zum Originalpreis. Für jedes verkaufte Gerät wird außerdem ein Baum gepflanzt. Und das ganz ohne Risiko, denn bei refurbed kann man die Produkte 30 Tage lang gratis testen und es gibt mindestens 12 Monate Garantie. Mehr gibt es auch ohne Aufpreis bei vielen großen Herstellern nicht. Spätestens hier wird also klar, dass die refurbed-Gerätevom Slogan des Markplatzes gut beschrieben werden: Wie neu, nur besser. Und zwar für die Umwelt und die Verbraucher*innen. 


Ihr wollt mehr zu den aufgearbeiteten Geräten der drei Gründer aus Wien erfahren? Zur Website von refurbed geht es hier entlang.

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