3 Kurze an… einen nachhaltigen Eventmanager

Wie organisiert man eigentlich eine nachhaltige Veranstaltung? Oliver Szabo ist Experte dafür! Foto: Ibrahim Boran/Pexels.com

Olivér Szabo hatte schon zwanzig Jahre Erfahrung in der Eventbranche, als er Ende 2018 seine Agentur für grünes Event- und Projektmanagement „Greencentive“ gründete. Bei EKOLOGISKA beantwortet er drei kurze Fragen zu seinem Job!

EKOLOGISKA: Wie sind Sie dazu gekommen, sich mit nachhaltigem Veranstaltungsmanagement auseinander zu setzen?

SZABO: Ich habe Sport mit dem Schwerpunkt Medien und Kommunikation studiert und erfolgreich mit dem Diplom abgeschlossen. Während des Studiums und auch nach dem Studium habe ich bereits viel auf Messen und auch anderen Events mitgewirkt. Als Höhepunkt sei hier sicherlich zum einen die Beach Volleyball WM 2005 in Berlin genannt. 
Rucksack-Reisen durch Südamerika, China und Europa nach dem Abschluss des Hochschulstudiums, schärften meinen Blick für die Müll- und Plastikproblematik. Der Klimawandel, der im „Kleinen“ auch an meinem Arbeitsplatz über einen Zeitraum von 14 Jahren zu verfolgen und nicht mehr zu leugnen war, bewog mich, Dinge zu verändern und aus ökologischen Gesichtspunkten zu optimieren. Zum einen zu Hause im Privaten, zum Anderen bei der Arbeit erst als Event- und schließlich als Geschäftsleiter einer Eventgastronomie. Was in meiner Macht und innerhalb meines Horizontes lag, tat ich auch, beispielsweise die Herkunft und Anlieferung der Lebensmittel.


Der auschlaggebende Punkt war, dass ich eine Doku über Plastikmüll gesehen habe und mir gedacht habe, dass ich jetzt was tun muss. Ich möchte mir nicht vorwerfen oder von meinen Kindern vorwerfen lassen, es nicht wenigstens versucht zu haben. Ich kündigte und machte mich selbstständig mit dem was ich am Besten kann. Events und Beratung für Unternehmen und Schulen. Um die zu erreichen, die noch nicht Bescheid wissen oder den Wandel nicht hinbekommen.

EKOLOGISKA: Inwiefern unterscheidet sich die Planung einer nachhaltigen Veranstaltung von einer konventionellen?

SZABO: Man plant in erster Linie bewusster, hinterfragt mehr, weil der Fokus mehr auf der Ökologie liegt. Man sollte sowohl direkte und auch indirekte Emissionen in Betracht ziehen. Man bezieht stärker alle Mitarbeiter und Kunden in den Planungsprozess ein, um so auch zwanglos ein Bewusstsein bei allen anderen Involvierten bewirken zu können. Im Optimalfall auch bei den Gästen. Erlebtes bleibt haften.

Schwierigkeiten sind zum einen, dass nicht alles grün ist was grün scheint. Da fehlt mir manchmal die Transparenz von Anbietern. Und die Denke bei Kunden zu vermeiden, dass Verzicht gleich Verlust bedeutet oder etwa ein Veranstaltung gar schlechter macht. Alles perfekt machen zu wollen und sich dabei zu verzetteln. Jeder sollte das beitragen, was er kann und sich auch damit zufrieden geben dürfen. Die Vermutung, dass ökologischer teurer ist oder auch, dass das benötigte Angebot nicht in der Umgebung verfügbar ist.

EKOLOGISKA: Wenn ich eine Veranstaltung plane, worauf sollte ich achten? Also was hat einen besonders großen Impact?

SZABO: Für mich persönlich, weil es mein Ziel ist, ungezwungen, zu mehr Bewusstsein anzuregen: Der AHA Effekt bei allen Involvierten! Sie zum Umdenken anregen und vielleicht zur Änderung auch im Privaten beitragen, das hat den größten Impact. Und ansonsten je nach Größe und Art der Veranstaltung der Verzicht auf das Verzichtbarste.

Olivér Szabo organisiert mit Greencentive nachhaltige Events! Foto: Privat.

Ihr wollt mehr zum Thema grünes Eventmanagement wissen? Dann könnt ihr euch auf die vierte Staffel Fairquatscht freuen, die im Herbst an den Start geht. Hier wird Olivér Szabo noch mehr über sein Business erzählen. Fairquatscht findet ihr unter anderem bei Apple Podcasts, Spotify & Deezer.

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