Im Blickpunkt: Stoffbruch

Stoffbruchs Modell ‚Nara‘. Foto: Stoffbruch

Anzeige, PR Sample wurde für den Artikel zur Verfügung gestellt

Inzwischen weiß fast jeder, was faire Mode ist, auch, wenn lange noch nicht alle fair shoppen. 2010, als André Hofmann und Moritz Biel ihr Label Stoffbruch gründeten, war das noch lange nicht der Fall. Für die beiden Designer war die Gründung ihr ganz persönlicher Weg, um ihre eigenen Vorstellungen von sinnvoller Arbeit und fairem Wirtschaften umsetzen. Bei EKOLOGISKA nehmen wir das Label genauer unter die Lupe.

Das Design. Die Kollektionen sind, so beschreiben es die beiden Gründer auf ihrer Website, inspiriert von Berlin, der Heimat des Labels. Kleidungsstücke von Stoffbruch sollen Understatement verkörpern, lässig und elegant zugleich sein. „Eine Mischung aus zeitlosen Pieces mit Trend-Einflüssen“, so beschreiben es die Designer. In der aktuellen Sommerkollektion wird das Label seinem Anspruch definitiv gerecht: Die Schnitte sind überwiegend klassisch, wobei die ausgestellten Ärmel von Ruby, Nara und Sarah heimlich zum Markenzeichen der Kollektion avancieren. Einige Schnitte kennt man außerdem schon aus älteren Kollektionen, wie zum Beispiel Capri. Die Schnitte sind eben made to last, was man an solchen kleinen Details merkt. Farblich setzen die Designer auf eine Mischung aus zeitlosen Klassikern wie beige, schwarz und weiß in Kombination mit einem aufregenden orange und einem satten blau. Dazu gesellen sich einige Prints. Besonders interessant ist das beige-schwarze Batik-Design, das dazu prädestiniert ist, eine Capsule Wardrobe als Highlight zu ergänzen. Insgesamt ist die Kollektion mit einem feminin-coolen Touch versehen, wodurch sie für jeden Typ Frau* das passende Teil bietet.

Wir haben von Anfang an fair in Europa produziert. Je länger wir uns mit der Modebranche auseinander gesetzt haben desto mehr wurde uns klar: Wir müssen die gesamte Lieferkette umstellen auf fair und nachhaltig sonst macht es keinen Sinn und ist Raubbau am Planeten und den Menschen, die in unserer Fertigung beteiligt sind.

– Stoffbruch-Gründer André und moritz
Etwas ganz besonderes: Das Batik-Design. Foto: Stoffbruch

Die Materialien. Bio-Baumwolle, Tencel Lyocell, Recycelte Baumwolle & Leinen – das Berliner Label Stoffbruch setzt bei seiner Kleidung auf vegane Naturfasern. Dass sie es ernst in Sachen Nachhaltigkeit meinen, das wird dadurch untermauert, dass die Teile der Kollektion nur aus einer Materialart pro Teil bestehen, sie setzen keine Mischfasern ein. Das wirkt sich positiv auf die Wiederverwendbarkeit der Stoffe aus. Mit Tencel Lyocell setzen sie nicht nur auf einem Stoff, der natürlichen Ursprungs ist, sondern auch in der Haptik und vom Tragegefühl her überzeugt. Das Material erinnert ein wenig an eine Mischung aus Baumwolle und Seide, was sehr angenehm auf der Haut ist. Stoffbruch arbeitet außerdem zum Teil mit Baumwolle die mit dem GOTS Standard zertifiziert ist, der nicht nur die Nachhaltigkeit von Materialien, sondern auch die faire Produktion bescheinigt. Außerdem wird auch recycelte Baumwolle eingesetzt.

Die Produktion. Das Berliner Label produziert in insgesamt drei Produktionsstätten, die es auf seiner Website vorstellt: Zwei liegen in Polen, eine in Litauen. Laut eigenen Angaben gelten vor Ort sichere Arbeitsbedingungen, eine faire Bezahlung und die Mitarbeiter*innen haben Anspruch auf Urlaub und Lohnfortzahlung im Krankheitsfall. Mit den Produktionsstätten verbindet Stoffbruch zum Teil eine langjährige Beziehung, die durch Besuche vor Ort gefestigt wird. Auch die Stoffe bezieht das Label zu großen Teilen aus Europa, sodass auch an dieser Stelle die Produktionswege verhältnismäßig kurz gehalten und faire Arbeitsbedingungen gewährleistet werden. Seit der Sommer-Kollektion 2019 ist das Label komplett auf nachhaltig und fair eingestellt.

Fazit. Mit Stoffbruch haben die beiden Gründer schon zu einer Zeit, in der faire Mode noch eine ziemlich kleine Nische war, neue Maßstäbe gesetzt und waren echte Vorreiter. Die Designs sind klassisch und zeitlos, sodass sie problemlos jahrelang getragen werden können. Die Verarbeitung ist hochwertig und die Tatsache, dass die Kleidung durch einen niedrigen Anteil an Mischgewebe recyclebar ist, ist als sehr positiv zu bewerten. Schade ist, dass nicht die gesamte eingesetzte Baumwolle nach dem GOTS Standard zertifiziert ist. Aber was nicht ist, kann ja noch werden – mit dem, was das Label bisher macht, haben sie auf alle Fälle ein Fundament gegossen, auf das man in Zukunft bauen kann.

Ihr wollt mehr Zum Thema Fair Fashion lesen? Dann klickt hier. Zur Seite von Stoffbruch kommt ihr hier.

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