Trend-Teil Coffee Carrier von JOYUMA: Cooler Kaffeeklatsch to go oder unnötiges Gadget?

Schick und praktisch: Der Coffee Carrier von JOYUMA. Foto: JOYUMA.

Irgendwie cool und chic, aber irgendwie auch nichts, was man dringend braucht: Das fasst die Gedanken, die wir als Redaktion hatten, als wir vom Coffee Carrier von JOYUMA gehört haben, sehr treffend zusammen. Genau das haben wir Gründer Dave auch geschrieben, und er, cool wie er ist, hat uns daraufhin angeboten, es doch einfach mal auszuprobieren. Und siehe da: Wenige Tage später ist er in der Post, unser Coffee Carrier. Der erste Eindruck: Ein ziemlich cooles Teil, das relativ hochwertig verarbeitet wurde. Ob wir es nach unserem Test nochmal missen wollen? Das werden wir in ein paar Tagen sehen.

Wohin mit dem Becher, wenn die Einweg-Variante nicht in Frage kommt?

Die Idee zum Coffee Carrier kommt Dave und seiner Frau Stefanie beim allmorgendlichen Spaziergang mit ihrer Rhodesian Ridgeback Hündin Nike. “Wir haben unter der Woche morgens oft wenig Zeit bis wir das Haus verlassen, und so trinken wir gerne den Kaffee unterwegs, z.B. während des Hundespaziergangs. Die Tasse in der Hand wird dann aber auf Dauer doch lästig. Da wir für Plastikbecher nicht viel übrig haben und unseren Kaffee auch gerne geniessen, kam auch die Variante ‘den Kaffee ganz schnell trinken und dann weg mit dem Becher’ nicht in Frage”, erklärt Dave. Ein Problem, das auch wir kennen. Zwar nicht mit dem Hund, aber mit Kind und Kegel fehlt auch ab und an die Zeit für einen Kaffee im Sitzen – Buggy schieben und Kaffee trinken verträgt sich aber weniger gut. Vor allem, wenn man in Eile ist. Ein Kaffeehalter für den Buggy? Irgendwie sinnlos, weil der ohnehin obsolet wird, wenn der Buggy nicht mehr gebraucht wird.

Den Coffee Carrier gibt es in zwei Farben. Man kann ihn nicht nur an der Kordel umhängen, sondern auch an Taschen & Co. befestigen. Foto: JOYUMA.

Wir machen uns also auf den Weg zu unserem ersten Spaziergang, bei dem uns die Erfindung von Stefanie und Dave begleitet. Der Weg führt uns nach Halle an der Saale – wir wollen Freunde zu einem Spaziergang treffen. Alle Gaststätten haben zu, Lockdown Light eben. Eine andere Möglichkeit als Coffee to go haben wir also quasi nicht. Den Becher füllen uns alle Cafés, an denen wir vorbei kommen, gerne auf – und im Becher bleibt der Kaffee auch lange warm. Einziges Manko: Als wir mit dem Becher gegen eine Treppenstufe kommen, platzt ein bisschen Material am Deckel des Bechers ab, denn das Plastik ist einfach nicht hart genug.

Dass die Berliner einmal Unternehmer werden, war übrigens nicht von vorne herein absehbar: Sie arbeitet als Physiotherapeutin, er ist Brand Designer und Illustrator. Ihr erklärtes Ziel ist es, Design und Funktionalität zu verbinden und so den Wegwerf-Bechern den Krieg zu erklären.

Die Coffee Carrier sind nicht nur überaus praktisch, sondern sehen auch durchaus elegant aus – da gibt es einfach kein Argument mehr für Plastikbecher. 

– Dave, Gründer JOYUMA

Nicht nur Design, auch Nachhaltigkeit spielt eine Rolle

Um dieses Ziel zu erreichen, setzen sie auf ein nachhaltiges Konzept: Deshalb bestehen die Carrier aus recyclebarem, veganem Leder. Es muss also kein Tier für die Anfertigung der Becher leiden. Auch die Wiederverwendbarkeit macht den Carrier zu einer nachhaltigeren Alternative. Aber: Wir finden es schade, dass der Carrier in China produziert wird, also einen sehr langen Transportweg hinter sich hat. Das ist nicht ungewöhnlich – auch die ganzen im Handel erhältlichen Edelstahl Brotdosen kommen in der Regel aus China. Aber dass direkt ein Stück Plastik abgeplatzt ist, das zeugt an dieser Stelle von einem etwas minderwertigerem Material. Hier gibt es also noch etwas Luft nach oben.

Mit ihrem Coffee Carrier greifen Stefanie und Dave einen Trend auf, der erst in den letzten Jahren aufploppte und sich immer größerer Beleibtheit erfreut: Die Handykette. Das bemerkt man spätestens, wenn man sich die Chain des Coffee Carrier ansieht. Die Ähnlichkeit ist gewollt: “Neben dem Entgegenwirken von Plastikbechern, ist unser Ziel, dass der Coffee Carrier zu einem etablierten Accessoire wird, so wie es die Handyketten geworden sind”, erzählt Dave, “Wir arbeiten daran neue Kordeln verfügbar zu machen, die dann auch einzeln erworben werden können.” Ihr Ziel ist es, für jede:n, der:die gerne Kaffee trinkt, den passenden Carrier anbieten zu können.

Fazit: Tolle Idee, aber am Material kann man noch etwas verbessern

Bei unserem Spaziergang hat uns der Coffee Carrier im Großen und Ganzen überzeugt. Auch Verwandte haben schon angemeldet, die Idee toll zu finden und sich einen Carrier zu Weihnachten zu wünschen. Aber: Wir würden uns ein bisschen mehr Nachhaltigkeit bei den Details wünschen. Ein hochwertigerer Deckel zum Beispiel wäre eine gute Idee, aber auch ein GOTS-zertifizierter Beutel, in welchem der Carrier gelagert werden kann. Die mitgelieferte Variante war nur mit Öko-Tex Standard 100 zertifiziert – das sagt nichts über die Fertigungsbedingungen aus. An dieser Stelle kann man also noch konsequenter werden. Ansonsten sind wir aber begeistert. Es ist ein wirklich schickes Gadget, das uns in Zukunft sicher den Alltag erleichtern wird. We like!

Der Coffee Carrier ist in zwei Farben erhältlich und kostet 49,95 Euro.


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