Im Blickpunkt: frankie & lou

Das Mainzer Label frankie & lou produziert Mode für Kinder und Frauen. Foto: EKOLOGISKA.

Anzeige, die Kleidung wurde uns zur Bebilderung des Artikels zur Verfügung gestellt

Faire Mode für Kinder und Frauen, dafür steht das Mainzer Label frankie & lou. Mit viel Hingabe und Liebe zum Detail widmet sich der Kopf hinter den Kollektionen, Gründerin Arleny Stegmaier, dem Design ihrer Stücke. Bevor sie ihr eigenes Label gegründet hat, hat sie als Designerin und Produkt Managerin viele Erfahrungen in der konventionellen Modeindustrie gesammelt. “Ich habe gesehen und live miterlebt, wie man es eben nicht tun sollte. Und für mich war klar, dass wenn ich mein eigenes Business starte und dass ich einen Impact damit schaffen will – Tripel bottom line: People, Profit, Planet”, erklärt Leny. Bei EKOLOGISKA nehmen wir das Label einmal genauer unter die Lupe.

Das Design. Alle Teile von frankie & lou, egal, ob für Frauen oder Kinder gedacht, glänzen durch leuchtende Farben, die gut kombinierbar sind, einen zeitlosen Schnitt, der durch ein verspieltes Detail aufgepeppt wird, und wunderschöne Materialien. Diese Kombination macht die Stücke zu einer aufregenden Bereicherung für jeden Kleiderschrank. Der Stil ist eher casual, aber es eignen sich nahezu alle Teile dazu, auf chic gestylt zu werden. Schön ist, dass sich viele der Stoffe für Kinder und Frauen ähneln, sodass man sich im Partnerlook stylen kann. Das ist nicht ganz ungewollt, denn der Startschuss für die Frauenkollektion fiel nach einer “Mini & Me”-Kollektion, also einer, die Teile für Mutter und Kind enthält. Trotzdem richten sich die Styles natürlich nicht nur an Mütter. “Ich mache Kleidung für Frauen und Kinder, unabhängig davon, ob sie Kinder haben oder nicht. Wir müssen aber ehrlicherweise noch an der Bildsprache arbeiten”, gesteht Leny.

Kräftige Farben, schicke Designs: Die Kleidung von frankie & lou kann richtig was. Foto: EKOLOGISKA.

Was mich an meiner Arbeit vor frankie & lou abgeschreckt hat? Zum einen der Überfluss an Produktion bei Fast Fashion und auch meine letzte Produktionsreise. Die letzte Station war Rana Plaza und zwei Woche später ist die Fabrik eingestürzt.

– Leny, gründerin frankie & lou

Die Materialien. Leny setzt bei der Auswahl ihrer Materialien auf nachhaltige Alternativen: So kommen vor allem Bio-Baumwolle nach GOTS Standard und Tencel zum Einsatz. Wann immer es geht setzt Leny auf Monotextilien. Das heißt, dass keine zusätzliche Faserart verwebt wird. Das ist gut für die Kreislauffähigkeit der Kleidung, denn “reine” Stoffe können besser recycelt werden. Und dass ihre Kleidung kreislauffähig ist, das ist eines der Ziele, die Arleny für sich und ihr Label definiert hat. Ganz ohne geht es aber vor allem bei Kinderkleidung nicht. Hier kommt Elasthan zum Einsatz. “Unser Elastan besteht aus Roica und ist biologisch abbaubar”, erklärt Leny. Bei frankie & lou sind aber nicht nur die Obertextilien durchdacht, sondern auch die kleinen Details. So bestehen beispielsweise alle Labels, die im Kleidungsstück vernäht sind, aus Bio-Baumwolle und wurden mit Farbe auf Wasserbasis bedruckt. “Die Hangtags sind aus recycelter Pappe. An den Fäden arbeiten wir noch, Bio Baumwolle ist nicht immer reißfest und eignet sich nicht immer gut, Leinenfäden sind unheimlich teuer und tencel auch. Da sind wir noch in Verhandlung”, räumt Leny ein. Bei frankie & lou ist alles ziemlich durchdacht – und wenn nicht, dann stimmt die Kommunikation über den Weg dorthin.

Langlebig und schön: Die Mode von frankie & lou. Foto: EKOLOGISKA.

Die Produktion. Als Leny mit ihrem Label noch ganz am Anfang stand, entwarf sie nicht nur alle Stücke selbst, sondern nähte sie auch. Mit wachsender Nachfrage wurde das aber schier unmöglich, weshalb sie die Konfektion ihrer Kollektionen schließlich auslagerte. Ihren Produktionspartner fand sie in Portugal, genauer gesagt in Barcelos bei Porto. Zwei Mal pro Jahr besucht Leny die Produktion, um sich selbst ein Bild der Arbeitsbedingungen vor Ort zu machen. Eine dieser Reisen hat sie detailliert von einer Fotografin für frankie & lou in Bild und Text dokumentieren lassen. Die Manufaktur in Barcelos hat Leny ausgewählt, weil sie einerseits in einem sehr sicheren und nachhaltigen Gebäude sitzt. Hier gibt es Solarzellen auf dem Dach, es wird Ökostrom bezogen und recyceltes Brunnenwasser verwendet. Entscheidend war aber auch, dass die ILO-Kriterien eingehalten werden und jede:r Mitarbeiter:in eine private Krankenversicherung vom Unternehmen gestellt bekommt.

Fazit. Gründerin Leny steckt sehr viel Herzblut in ihr kleines Label – das merkt man sofort, wenn man mit ihr über ihre Arbeit spricht. Schön ist, dass sie sehr offen kommuniziert und ihre Gedanken und Werte für die Konsument:innen transparent macht. Denn Transparenz ist genau das, was die Modeindustrie braucht. Ihre Designs sind wunderschön, warm und verspielt, was uns sehr gefällt. Aber das ist natürlich Geschmacksache. Wir finden aber, dass die Teile für Kinder absolut fressig aussehen und als Key Pieces jede Basic-Garderobe unglaublich bereichern. Lenys Nachhaltigkeitsansatz finden wir stringent und gut. Es wäre wirklich wünschenswert, wenn jedes Unternehmen diesen Wertekanon aufrichtig teilen und leben würde. Insgesamt gibt es für frankie & lou eine große Empfehlung von uns!

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