Gewusst wie: Nachhaltiges Co-Sleeping im Familienbett

Ecolignum steht für nachhaltige Familienbetten. Foto: Ecolignum.

Anzeige, das Bett wurde von Ecolignum zur Verfügung gestellt

In Deutschland schlafen laut einer Umfrage des Kinderpsychologen Stephan Valentin 69 Prozent der Babys in ihrem eigenen Zimmer. Die restlichen 31 Prozent schlafen bei ihren Eltern, wobei nur rund die Hälfte das Bett mit seinen Eltern teilt. Diese Zahlen sind schon etwas älter. Neuere Studien deuten an, dass es eine Trendwende hin zum Familienbett gibt und sprechen von bis zu 38 Prozent, die ihr Baby im eigenen Bett schlafen lassen.

Und dennoch: Dass Babys relativ früh ihr eigenes Bett bekommen, das ist hierzulande immer noch völlig selbstverständlich. Die Argumente der Familienbett-Gegner:innen zielen dabei vor allem auf die mangelnde Selbstständigkeit der Kinder ab, die bei ihren Eltern schlafen dürfen. In anderen Ländern sieht das aber anders aus: In Skandinavien oder Japan beispielsweise schlafen Kinder lange im Bett ihrer Eltern. Bisher ist dadurch zumindest keine Generation an unselbstständigen Erwachsenen herangewachsen. Was also spricht für den Schlaf im Familienbett? Und wo finde ich eigentlich nachhaltige Familienbetten?

Co-Sleeping im Familienbett bedeutet einen behüteten Schlaf für das Baby

Betrachtet man die Menschheitsgeschichte, so bemerkt man schnell, dass es die längste Zeit völlig normal war, dass Eltern und ihre Kinder eine Schlafstätte teilen. Erst in den letzten rund 200 Jahren hat sich in einigen (vor allem westlichen) Teilen der Welt die Idee durchgesetzt, dass Kinder und ihre Mütter* getrennt voneinander schlafen sollten. Die University of California hat sich in mehreren Studien damit auseinandergesetzt, wie sich das Schlafverhalten von Mutter-Kind-Tandems unterscheidet, wenn sie ein Bett teilen und wenn sie getrennt voneinander schlafen.

Das Ergebnis ist interessant: Mütter und Babys, die ein Bett teilen, hatten in der Regel einen leichteren Schlaf und es wurde fast doppelt so häufig gestillt. Dafür schrien die Babys in der Nacht deutlich seltener als die Babys der Mütter, die getrennt voneinander schliefen. Insgesamt kamen die Mütter – egal ob mit oder ohne Baby im Bett – im Mittel auf die gleiche Menge an Schlaf. Die Wissenschaftler:innen legen außerdem nahe, dass der gemeinsame Schlaf sogar das Risiko senkt, am plötzlichen Kindstod zu sterben. Ganz anders, als Kritiker:innen des Familienbetts es immer nahelegen. Dennoch sollte man auch hier auf eine sichere Schlafumgebung achten. Wie die aussieht, das erklären wir im Laufe des Artikels.

Klar ist: Schlafen Eltern und Kind zusammen, ist es für alle entspannter. Als stillende Mama muss man nicht aufstehen, als Kind nicht ewig warten, bis auf das Schreien reagiert wird. Außerdem fühlen sich die Kinder geborgener, weil sie sich schnell und unkompliziert der Nähe ihrer Eltern rückversichern können. In den USA gilt Dr. James McKenna als der Experte für Co-Sleeping schlechthin. Seine Studien legen nahe, dass die Nähe zur Bezugsperson sich positiv auf die Gesundheit des Kindes auswirkt. So beeinflusse der gemeinsame Schlaf die Bindung zwischen Eltern und Kind auf positive Art und Weise. Außerdem könne Co-Sleeping sogar dazu führen, dass die Kinder früher selbstständig werden.

Eine sichere Schlafumgebung schaffen

Es gibt eigentlich keine Argumente dafür, nicht gemeinsam in einem Familienbett zu schlafen – sofern alle Beteiligten sich damit wohlfühlen, versteht sich. Wichtig ist aber, dass man auf eine sichere Schlafumgebung achtet. Das heißt:

  • Das Baby sollte ausschließlich auf dem Rücken schlafen und von Decken und unnötigen Kissen ferngehalten werden, um die Gefahr des Erstickens, aber auch die Gefahr eines Hitzestaus zu bannen. Ein Schlafsack reicht völlig aus.
  • Kinder unter einem Jahr sollten im Familienbett räumlich von ihren älteren Geschwistern getrennt werden.
  • Die Eltern dürfen keine Medikamente, Drogen oder Alkohol konsumiert haben. Auch ein rauchender Elternteil gehört unmittelbar nach dem Tabakkonsum nicht ins Bett.
  • Elternteile mit langen Haaren sollten sie zu einem Zopf binden, damit sie sich nicht um den Hals des Babys wickeln können.
  • Die Eltern sollten sich vorher Gedanken darüber gemacht beziehungsweise reflektiert haben, dass der plötzliche Kindstod in jeder Schlafumgebung eintreten kann.

Ein Familienbett bietet ausreichend Platz für alle Schlafbedürfnisse

Dafür ist vor allem eines wichtig: Ausreichend Platz. So können Geschwisterkinder räumlich getrennt werden, Babys einen separaten Schlafbereich ohne Kissen eingerichtet bekommen und Hitzestaus durch versehentliches Zudecken vermieden werden. Alle Familienmitglieder haben so die Chance, ihre verdiente Portion guten Schlaf zu bekommen. Und guter Schlaf bietet die Basis für einen ausgeglichenen Start in den Tag.

Die Familienbetten von Ecolignum bieten genau das: Hohen, natürlichen Schlafkomfort und eine große Fläche. Insgesamt sechs Modelle hat das Unternehmen aus Ost-Westfalen inzwischen im Sortiment. Der Fokus auf Familienbetten ist aber erst in den letzten Jahren entstanden. Anfangs produzierte Ecolignum noch normale Betten und Kleinmöbel aus Massivholz. 2019 kam dann ein Motorik-Segment für Kinder dazu.

Der Umschwung auf “Familienmöbel” hat sich bei Ecolignum ganz natürlich ergeben. Und zwar als Co-Gründer Sergius Heinze und seine Frau Eltern wurden. “Unser Sohn wollte das Elternbett nicht verlassen und auf 160x200cm wurde es auf Dauer zu eng. Mit COMO hatten wir bereits ein tolles Bett im Sortiment, das sich mit wenigen handwerklichen Eigenschaften prima zu einem Familienbett weiter entwickeln ließ”, erinnert sich Heinze. Für seine Familienbetten ist Ecolignum heute europaweit bekannt. 2020 zeichnete sogar der Rat für Formgebung die Marke mit dem German Brand Award aus. Das Unternehmen erhielt den Preis für herausragende Markenführung in der Kategorie Interior & Living.

Was ein Familienbett von Ecolignum so besonders macht

Aber was macht die Familienbetten von Ecolignum so erfolgreich? Ein Grund für den Erfolg des Unternehmens ist sicherlich das hochwertige Material, welches Heinze und sein Team verarbeiten. Jedes Familienbett besteht aus Massivholz, das in Europa geschlagen wurde und entweder das FSC- oder das PEFC-Siegel trägt. Das Holz wird dann in Handarbeit und unter fairen Bedingungen zum Familienbett verarbeitet. Für Co-Gründer Sergius Heinze ist es selbstverständlich, Nachhaltigkeit mitzudenken, wenn man Holz verarbeitet. Warum, das verrät er im Interview mit EKOLOGISKA.

EKOLOGISKA: Warum setzt ihr bei euren Betten, Motorikspielzeugen und Beimöbeln auf diesen natürlichen Rohstoff?

SERGIUS HEINZE: Als eine der führenden Möbelmarken für Familienbetten stehen wir in der Verantwortung die Schlafqualität unserer Kunden zu verbessern. Unsere Möbel und das Spielzeug sind vom Rohstoff über die Produktion bis hin zur fertigen Kollektion 100 Prozent natürlich, individuell und von bester Qualität. Mit ihnen möchten wir unseren Kunden ein Stück Natur in die eigenen vier Wände geben – zum Wohlfühlen, gut Schlafen und für ein gesundes Raumklima.  Massivholz lässt sich zudem hervorragend mit anderen natürlichen Materialien, wie Baumwolle oder Naturleder kombinieren. Das eröffnet uns ebenfalls neue Perspektiven und hilft Massivholz immer neu erlebbar zu machen.

“Die Lebensdauer ist entscheidend für die Umweltbelastung von Produkten.”

EKOLOGISKA: Du sagst, dass die Verarbeitung von Massivholz zwangsläufig dazu führt, dass man sich mit Nachhaltigkeit auseinandersetzt. Warum?

HEINZE: Die Lebensdauer ist entscheidend für die Umweltbelastung von Produkten. Diesen Faktor sollten Hersteller, Händler und Verbraucher berücksichtigen, wenn sie bestrebt sind, möglichst nachhaltig zu handeln. Es ist ein enormer Unterschied, ob ein Produkt 20 oder nur 2 Jahre hält – für den Gebrauchswert, finanziell und nicht zuletzt für die Umwelt.

Ein Produkt mit einer zehn Mal höheren Lebensdauer verursacht eine markant geringere Umweltbelastung als ein Produkt, das nur wenige Jahre hält und laufend ausgewechselt werden muss. Gleichzeitig ist es ökonomisch vernünftig, Produkte zu wählen, die viele Jahre lang halten, statt wegzuwerfen und neu zu kaufen. Im Gegensatz zu den meisten anderen Rohmaterialien ist “Holz” eine erneuerbare Ressource. Viele Materialien werden aus Rohstoffen wie Öl, Kohle und Metallen gewonnen. Die kann die Natur aber nicht neu erschaffen, wenn sie einmal verbraucht sind. Anders bei Holz! Die einzige Voraussetzung ist der Wille des Menschen, die Forstressourcen vernünftig und nachhaltig zu nutzen. Wir versuchen diesem langfristigen Weg stückweit gerecht zu werden.

EKOLOGISKA: Ihr selbst sagt, dass euch der Kreislaufgedanke wichtig ist. Wie spiegelt sich das in euren unternehmerischen Handlungen wieder?

HEINZE: Im Oktober 2011, also vor einer ziemlich langen Zeit, hat die Europäische Kommission eine neue Strategie zur sozialen Verantwortung der Unternehmen veröffentlicht. Darin heißt es: Damit die Unternehmen ihrer karitativen Fürsorge in vollem Umfang gerecht werden, sollten sie auf Verfahren zurückgreifen können, mit denen soziale, ökologische und ethische Belange in die Betriebsführung und in ihre Kernstrategie mühelos integriert werden. Für uns ist verständlich, dass wir nicht bei jedem unternehmerischen Prozess einen grünen Abdruck hinterlassen bzw. generieren können. Dennoch versuchen wir täglich besser zu werden. So setzen wir im Unternehmen, zum Beispiel, ausschließlich auf Elektro-Stapler, papierlose Dokumentationen und nachhaltige und zukunftsweisende Packstoffe.

“Jede Familie soll für sich selbst entscheiden, welche Schlafgegebenheiten für sie die besten sind.”

EKOLOGISKA: Wie bewertet ihr die gesellschaftlichen Diskussionen rund um den Familienschlaf?

HEINZE: Ganz am Anfang mussten wir das Thema in allen gesellschaftlichen Berührungspunkten oftmals verteidigen. Es wirkte seltsam – so als ob man sich rechtfertigen müsste. Ich kann mich sehr gut an das erste Gespräch mit meinen Eltern erinnern, als wir erwähnt haben, dass wir nun in einem Familienbett schlafen und auch noch vor haben diese zu produzieren. Die Reaktion war verhalten und ich konnte sehen, wie meine Mutter mit den Augen rollte. Einige Wochen später haben wir gemerkt, dass die Gesellschaft sehr demokratisch mit diesem Thema umgeht. Es gibt Fürsprecher und es gibt die absoluten Fundamentalisten, die immer sagen werden, dass die Kinder im eigenen Bett schlafen müssen. Wir gehen damit sehr positiv um und versuchen niemanden zu bekehren. Jede Familie soll für sich selbst entscheiden, welche Schlafgegebenheiten für sie die besten sind.

Die Produkte von Ecolignum könnt ihr euch im Online-Shop des Unternehmens genauer ansehen. Die Betten reichen von Maßen ab 240x200cm bis 320x200cm (auf Anfrage). Unsere Redakteurin durfte das Modell Alterra in der Größe 270x200cm testen. Ihre ganz persönlichen Erfahrungen mit ihrem Familienbett hat sie bei Instagram festgehalten. Wenn ihr noch die ein oder andere Frage zu diesem Thema habt, dann schreibt uns das gerne in die Kommentare.


Mehr Artikel aus der Kategorie Familie findet ihr hier.

Kommentar verfassen