Vier nachhaltige Konzepte für Kindermode

Kinderkleidung neu kaufen lohnt sich kaum, Ebay und Vinted durchforsten ist nervenaufreibend. Diese vier Konzepte machen nachhaltigeren Kleiderkonsum einfach. Foto von Karolina Grabowska von Pexels.

Eltern kennen das: Kinder wachsen zumindest im ersten Lebensjahr so schnell, dass man kaum hinterher kommt mit dem Kleidung besorgen. Und ehrlicherweise lohnt es sich auch nicht, alles neu zu kaufen. Weder finanziell noch für die Umwelt. Viele Eltern weichen deshalb auf Portale wie Vinted, Ebay Kleinanzeigen oder ganz klassische, analoge Flohmärkte aus. Ab und an sucht man aber vielleicht etwas Bestimmtes oder will vielleicht auch mal ein besonderes Teil für sein Kleines und wird nicht sofort fündig. Dann muss eine andere Variante her. Wir haben vier nachhaltige Konzepte für Kindermode genauer unter die Lupe genommen und finden: Da sind richtig gute Ideen dabei!

kloop Kids: Ein kurierter Online-Shop für Second Hand Mode, alte Kollektionen und ausgewählte Neuteile

Der Stil von kloop kids ist einfach unfassbar schick. Foto: Kloop kids.

Bei kloop Kids gibt es eine breite Auswahl an wunderschönen Kleidungsstücken und Accessoires für Kinder. Die Besonderheit des Shops: Neben neuer Kleidung wird auch ausgewählte Second Hand Kleidung verkauft und auch einige Teile aus alten Kollektionen ziehen jetzt step by step in den Shop ein. Letzteres erinnert ein wenig an das Konzept von “Mit Ecken und Kanten”. Das ist ein Online-Shop, der alle möglichen Produkte mit kleinen Macken verkauft. Kloop kauft übrigens die Kleidung, die man einmal erworben hat, sowie andere Marken wieder zurück. Damit wollen sie ihrem Ziel “Close the Loop” besonders nahe kommen.

Räubersachen: Ökologische Kinderkleidung einfach mieten

Naturtextilien für Kinder kann man bei Räubersachen mieten. Foto: Räubersachen.

Bei Räubersachen kann man ökologisch produzierte Kinderkleidung von Herstellern wie Disana, Cosilana & Co. ganz einfach mieten. Der Preis hängt vom Kleidungsstück, der Mietdauer, aber auch dem Zustand des Kleidungsstückes ab. Die Auswahl im Online-Shop ist wirklich groß und die Mindestmietzeit liegt bei einem Monat. Mit der normalen Abnutzung der Stücke rechnen die Betreiber:innen des Shops – entsprechend muss man auch nicht übermäßig vorsichtig oder penibel mit den Sachen umgehen.

frankie & lou: Eine Community, die getragene Kindermode feiert, aufbauen

frankie & lou ist ein Slow Fashion Label für Kinder und Frauen aus Mainz. Gegründet von Arleny Stegmaier, die früher selbst in der konventionellen Mode tätig war. So weit so gut – aber was unterscheidet frankie & lou von anderen Fair Fashion Labels für Kids? Es ist die Tatsache, dass Gründerin Lena daran arbeitet, eine Pre-Loved Community aufzubauen. Das heißt, dass sie ihre Kund:innen dazu animieren will, bei ihr gekaufte Kleidung in einer speziellen Facebook-Gruppe wieder anzubieten, um den Produktkreislauf zu schließen. In der Gruppe finden außerdem sogenannte “Sample Sales” statt, wo Produktionsmuster und gewaschene Retouren zu reduzierten Preisen angeboten werden.

kindby: Kindermode-Basics im Abo mieten im ersten Lebensjahr

So sieht eine kindby-Box zum Beispiel aus. Foto: Kindby.

Kindby ist ein Unternehmen aus Wien, das sich ein ziemlich cooles Konzept ausgedacht hat: Nämlich ein Abo für Kleidung, welche das erste Lebensjahr des Kindes abdeckt. Erhältlich sind Pakete á 20 Kleidungsstücke von Größe 50-74. Wenn das Kind aus einem Paket herausgewachsen ist, dann bekommt man das nächste zugeschickt. Kostenmäßig liegt der Service bei einem Jahresabo bei 55 Euro/Monat, wobei man sich vier Boxen zusammenstellen kann. Eine Versicherung gegen Flecken ist inklusive. Momentan wird ausschließlich nach Österreich geliefert, aber in Zukunft soll auch ein Versand nach Deutschland möglich sein.


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2 thoughts

  1. Hallo, die Konzepte sind alle wunderbar! Wenn ich darf würde ich gerne das Konzept von LeihLiebe ergänzen 🙂 Dort wird selbst genähte Baby-und Kleinkindbekleidung aus Bio-Baumwolle vermietet. Herzliche Grüße, Davina

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