ethicDeals: So werden grüne Alternativen mainstreamfähig gemacht

Die Plattform ethicDeals will ihren Kund:innen nachhaltige Alternativen zeigen. Grafik: ethicDeals.

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Man kann sich nicht grün konsumieren – dieser Grundsatz ist unstrittig. Denn egal, wie nachhaltig etwas produziert wurde: Ressourcen werden dafür immer aufgewandt. Was wir als Verbraucher:innen aber tun können und sollten ist, unseren Konsum zu hinterfragen. Priorität eins muss immer sein, möglichst wenig zu konsumieren. Und dort, wo es doch nötig ist, sollten wir auf nachhaltige Alternativen setzen. Eine Studie von Ernest & Young hat ergeben, dass die Bereitschaft, nachhaltige Produkte zu kaufen, inzwischen ziemlich groß ist: 68 Prozent der 2.500 Befragten gaben an, dass sie mehr Geld für nachhaltige Produkte ausgeben würden. Allerdings bleibt der Preis immer noch das Hauptkriterium der Kaufentscheidung. Die Plattform ethicDeals.de möchte es Verbraucher:innen einfach machen, nachhaltige Produkte zu entdecken und gleichzeitig die Zugänglichkeit fairer Alternativen unabhängiger vom Geldbeutel machen. Wie das funktioniert, haben wir uns einmal genauer angesehen.

Wir können uns nicht nachhaltig konsumieren, aber unseren Konsum nachhaltiger machen

Moritz von Dolffs kommt eigentlich aus dem Sauerland und lebt aktuell in Mexiko und Deutschland. Seit er 2006 seinen ersten und einzigen festen Job gekündigt hat, ist er als Unternehmer in der Start Up-Szene Berlins unterwegs. “Nach mehr als zehn Jahren war ich dann vollkommen desillusioniert und an einem Punkt angekommen, wo ich etwas anderes machen wollte, etwas mit mehr ‘Sinn vor Gewinn'”, erklärt Moritz. Dazu kam die Erkenntnis, dass endlich Schluss sein muss mit dem Raubbau an der Natur. Aber im Zuge seiner persönlichen Umstellung stellt er fest, dass das mit den Alternativen gar nicht so einfach ist. “Das liegt daran, dass ökologische Aspekte für wirtschaftliches Wachstum uninteressant sind. Wir leben nun einmal in einer Gesellschaft, die nach einem ökonomischen Höher, Schneller, Weiter strebt. Das heißt: Ökologische Gesichtspunkte werden im Interesse des Kapitalismus schlichtweg übergangen”, fasst Moritz sein Resümee von damals zusammen.

Moritz beschließt, dass er genau die Alternativen, die er so vergebens gesucht hat, sichtbar machen will. Damit will er anderen eine Hilfestellung bieten, die ihr Konsumverhalten ebenfalls verändern wollen und nicht so genau wissen, wo sie die gewünschten Produkte bekommen und welchen Anbietern sie vertrauen können. Seine Lösung: Die Plattform ethicDeals.

Moritz von Dolff hat ethicDeals gegründet, um nachhaltige Alternativen sichtbarer zu machen. Foto: Privat.

ethicDeals: So funktioniert die besondere Plattform

Wer auf Moritz’ Plattform kommt, der bekommt beinahe jeden Tag eine andere nachhaltige Firma vorgestellt. Das kann ein kleines Start Up sein, aber auch ein verhältnismäßig großer Player wie ehrlich Textil. Alle Partner:innen prüfen Moritz und sein Team im Vorhinein, denn Greenwashing wollen sie nicht betreiben. Die Vorstellung der Marken ist bei ethicDeals jeweils an ein Angebot geknüpft. Und das sieht in der Regel wie folgt aus: Als Verbraucher:in kann man einen Gutschein über einen bestimmten Wert (zum Beispiel 35 Euro) kaufen, bezahlt selbst aber nur einen Teil des Wertes für den Gutschein (also zum Beispiel 10 Euro).

Mit unseren täglich neuen Angeboten bieten wir Dir lauter kleine Eintrittskarten in ein grüneres Leben. 

– Moritz von dolffs

Die Vorteile für die Verbraucher:innen liegen auf der Hand: Man bekommt nicht nur eine nachhaltige Firma vorgestellt (und damit eine Konsum-Alternative), sondern hat die Möglichkeit, etwas Geld zu sparen. Das ermöglicht es mitunter auch Haushalten mit einem kleinen Einkommen, bei Neuanschaffungen auf nachhaltige Alternativen zu setzen.

Hier liegt der Unterschied zu Rabatten

Aber inwiefern lohnt sich das für Unternehmen? “Sie bekommen ein Netzwerk, um bekannt zu werden und neue Kunden zu erreichen”, fasst Gründer Moritz den Mehrwert für die teilnehmenden Unternehmen zusammen. Er legt Wert darauf, dass seine Plattform nicht Einzelprodukte zu Billigpreisen verramschen will. Im Gegenteil, er wünscht sich, dass die Wertschätzung für die Produkte steigt. “Wir geben interessierten Verbrauchern die Möglichkeit, zu einem reduzierten Preis eine neue Marke auszuprobieren”, so Moritz, “wir bieten keine rabattierten Produkte (!) an, sondern einen Nachlass auf ein Einkaufserlebnis, um es so für interessierte Verbraucher:innen attraktiv zu machen, die Marke einmal auszuprobieren.” Eine Win-Win-Situation für alle Beteiligten also. “ethicDeals stellt innovative und durchdachte Produkte und Dienstleistungen verantwortungsbewusster Unternehmen vor und berichtet über diese”, beschreibt Moritz seine Plattform.

Für diese Form von Werbung bezahlen Unternehmen normalerweise viel Geld. Im Vergleich zu klassischen Werbemaßnahmen, zahlen Werbetreibende bei ethicDeals jedoch keinerlei Gebühren, sondern vergüten die empfange Werbeleistung mit der Bereitstellung von Gutscheinen. Ein finanzielles Risiko besteht somit für die Marken nicht. Dass die bestehenden Marken immer wieder erneut eine Kampagne bei ethicDeals buchen, gibt dem innovativen Modell des jungen Unternehmens recht, für viele ein no-brainer in der Neukundenakquise.

Nachhaltige Akteure sichtbar machen – das ist die Mission von ethicDeals


Unsere Vision ist es, den grünen Wandel mitzugestalten, indem wir alle grünen Akteure im Internet transparent und leicht auffindbar machen und auf unserer Plattform bündeln.

– moritz von dolffs, gründer ethicdeals

Das neuste Projekt des Unternehmens ist ein Portal für nachhaltige Marken. Hier finden die Kund:innen dann nach Sparten sortiert unterschiedliche Firmen, die nachhaltig wirtschaften. Damit will Moritz grünen Unternehmen zu mehr Sichtbarkeit verhelfen und gleichzeitig Verbraucher:innen an die Hand nehmen. “Da das Werbebudget nichts über die Qualität und den Mehrwert des Unternehmens und dessen Produkte aussagt, möchten wir allen grünen Marken die Möglichkeit bieten, sich auf ethicDeals zu fairen Konditionen vorzustellen”, erklärt der Unternehmer.

Moritz von Dolffs ist mit dem Ziel angetreten, nachhaltigen Konsum für die Verbraucher:innen so bequem wie möglich zu machen. “Statt ‘Ökonomie vs. Ökologie’ sollte es eine ‘ökonomische Ökologie für alle’ heißen”, erklärt Moritz, der vor der Gründung von ethicDeals in der konventionellen Wirtschaft unterwegs war. Damit das gelingt, nimmt er die Verbraucher:innen mit seiner Plattform an die Hand und bietet ihnen vertrauenswürdige Alternativen an. Wir finden: Heute scheitert ein nachhaltigeres Konsumverhalten oft auch daran, dass Menschen nicht genügend Ressourcen zur Verfügung haben, sei es kognitiv oder finanziell. Das Angebot von ethicDeals sorgt dafür, dass diese Hürden überwunden werden. Insofern ist die Plattform eine gute Sache für alle, die bewusst(er) konsumieren wollen.


Du willst mal bei ethicDeals vorbei schauen? Dann bist du hier genau richtig!

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