Regionale Bio-Lebensmittel: Hier findest du sie

Regionale Bio-Lebensmittel sind eine nachhaltige Wahl. Wo man sie findet, das verraten wir im Artikel. Foto von Polina Kovaleva von Pexels.

Anzeige, gesponsert vom SMEKUL (Sächsisches Staatsministerium für Energie, Klimaschutz, Umwelt und Landwirtschaft)

Mehr als 40 Prozent aller Treibhausgasemissionen weltweit resultieren aus Produktion, Transport, Lagerung und Zubereitung von Lebensmitteln – Grund genug also, sich mit der eigenen Ernährung in Hinblick auf deren Klimawirkung kritisch auseinanderzusetzen. Kleiner Spoiler: Die regionalen Bio-Lebensmittel schneiden am besten ab, vor allem wenn sie zusätzlich gerade Saison haben. Woran das liegt und wo ihr Bio-Lebensmittel aus der Region kaufen könnt, das erklären wir euch in diesem Artikel.

Bio vs. konventionell: Warum schneidet bio besser ab?

Die Bio- und die konventionelle Landwirtschaft unterscheiden sich an vielen Ecken und Enden. So sind bei bio beispielsweise die zulässige Anzahl der Tiere pro Quadratmeter, der Einsatz von Düngern, das Saatgut und der Einsatz von Pestiziden strenger geregelt. Das wirkt sich insgesamt positiv auf die Umwelt aus: Ein Problem der konventionellen Landwirtschaft ist beispielsweise, dass durch den Einsatz von Mineraldünger Nitrat im Grundwasser gefunden wird. Dadurch ist es verunreinigt und muss aufwändig aufbereitet werden. In der Vergangenheit wurden die Grenzwerte in Deutschland häufig überschritten, was auf intensive Landwirtschaft zurückzuführen ist. Eine Studie des Thünen-Instituts zeigt, dass durch den Verzicht auf mineralische Düngemittel bis zu 28 Prozent weniger Stickstoff im Boden landet und so auch weniger Nitrat.

Auch die Treibhausgasemissionen fallen in der Bio-Landwirtschaft geringer aus: Alleine beim klimaschädlichen Lachgas emittieren Bio-Höfe rund 24 Prozent weniger als ihre konventionellen Kolleg:innen. Außerdem haben Studien gezeigt, dass die Böden von Bio-Höfen mehr CO2 speichern. Auch das wirkt sich positiv auf die Klimabilanz der Bio-Höfe aus.

Wichtige Stellschraube: Die Transportwege

All das nützt natürlich wenig, wenn wir dann ganzjährig Bio-Tomaten aus Spanien beziehen. Denn dann haben sie schon viele Transportkilometer hinter sich und somit einen großen CO2-Rucksack. Deshalb ist es für das Klima am besten, wenn wir zu regionalen Lebensmitteln greifen. Auch für uns als Verbraucher:innen bietet das einige Vorteile. Zum Beispiel, dass wir uns die Haltungsbedingungen und die Felder selbst ansehen können und wissen, woher unsere Bio-Lebensmittel stammen. Außerdem unterstützen und stärken wir so die Landwirtschaft in unserer Region. Wenn wir darüber hinaus auf Saisonalität achten, dann müssen unsere Lebensmittel nicht gekühlt oder beheizt werden, was sich ebenfalls positiv auf die Klima-Bilanz auswirkt.

Hier findet man regionale Bio-Lebensmittel

Regionale Bio-Lebensmittel findet man vereinzelt schon heute in ganz normalen Supermärkten. Aber Achtung: Was als „regional“ gekennzeichnet ist, muss noch lange nicht wirklich aus der Region kommen. Die Supermärkte legen nämlich selbst fest, was das bedeutet. Und da kann man im Zweifelsfall in Leipzig auch schon mal einen Apfel mit „regional“-Stempel aus Stuttgart kaufen.

Auf der sicheren Seite ist man, wenn man auf Erzeuger-Märkten kauft oder die Lebensmittel direkt über den Landwirt bezieht. Wir zeigen euch einige Möglichkeiten auf, wie ihr an Bio-Lebensmittel aus der Region kommt und dabei die Landwirte ganz direkt unterstützt.

Solidarische Landwirtschaft

Als Solidarische Landwirtschaft bezeichnet man eine Gemeinschaft aus einem landwirtschaftlichen Betrieb und Verbraucher:innen. Die Verbraucher:innen verpflichten sich (abhängig vom Modell) jeden Monat die Lebensmittel des Landwirts zu beziehen, dafür gewährt der:die Landwirt:in einen Einblick in seinen Betrieb. Der Vorteil: Man ist sehr nah dran an den Lebensmitteln und weiß, unter welchen Bedingungen sie produziert wurden. Außerdem sieht man, wo das eigene Geld hin fließt.

Einen Überblick über Solidarische Landwirtschafts-Betriebe findet ihr hier. Alleine in Sachsen sind es 21 Betriebe.

Marktschwärmerei

Eine Marktschwärmerei ist eine Art terminierter Erzeuger-Markt. Allerdings kann man dort nicht stöbern, sondern nur die Lebensmittel, die man vorher online bestellt hat, abholen. Das besondere an diesem Konzept ist, dass man so zeitsparend und effizient direkt Lebensmittel von unterschiedlichen Erzeuger:innen beziehen kann – und zwar ohne Fahrerei von Hof zu Hof. Außerdem ist garantiert das da, was man will. Für die Landwirt:innen bietet es den Vorteil, dass sie nur das anliefern müssen, was auch abgenommen wird. Außerdem bleibt der Großteil des Geldes, das sie einnehmen, bei ihnen hängen. Nur die Plattform und die Gastgeber:innen der Marktschwärmerei erhalten einen kleinen Anteil. Ob es eine Schwärmerei in deiner Gegend gibt, das kannst du hier checken.

Erzeuger-Märkte

Erzeuger-Märkte sind Wochenmärkte, wie es sie in eigentlich jeder Stadt gibt – vorausgesetzt, hier stehen wirklich noch Landwirt:innen aus der Region. Dann sind Märkte aber eine tolle Möglichkeit, um die Lebensmittel unterschiedlicher Höfe direkt einzukaufen, ohne von Hof zu Hof zu fahren. Einen Überblick über Wochenmärkte in Deutschland findet ihr hier.

Bio-Kisten

Bio-Kisten sind eine bequeme Möglichkeit, um an regionale Bio-Lebensmittel zu kommen. Das Konzept ist simpel: Man zahlt wöchentlich einen Betrag X und erhält dafür eine Kiste mit saisonalen und regionalen Bio-Lebensmitteln. Entweder wird sie geliefert oder man vereinbart einen Abhol-Punkt. Ob es eine Bio-Kiste in deiner Nähe gibt, das spuckt eine schnelle Google-Recherche im Nu aus.

Neben diesen vier Möglichkeiten kann man natürlich auch im Supermarkt oder Bio-Markt Glück haben. Mehr bei den Landwirt:innen hängen bleibt aber auf jeden Fall mit diesen Varianten. Wenn ihr mehr über Bio-Lebensmittel speziell in Sachsen erfahren wollt, dann schaut doch einmal hier vorbei.


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