Plastik-frei unterwegs zu Mittag essen

Ich bin prinzipiell mein ganzes Leben lang mit Brotboxen aus Plastik in die Schule gegangen. Die Karöttchen schön in Frischhaltefolie eingewickelt. Mehrweg-Plastik-Wasserflasche im Gepäck. In der Uni war es lange nicht viel anders. Wenn ich mir was mitgenommen habe, dann natürlich inklusive BPA, Phthalate & Co. Reflektiert habe ich das eigentlich wenig, bis ich mich näher mit dem Thema beschäftigt habe. Ich wusste: Ich muss eine andere Möglichkeit finden, Essen mitzunehmen. Die ersten Versuche habe ich mit vorgekochtem Reis mit Pesto oder Sauce in alten Curry-Gläsern von dm gemacht. Hat auch super funktioniert! Ich hatte aber nicht immer die Muße, mir abends noch Reis zu kochen und vorzubereiten, geschweige denn morgens die Zeit dazu. Da gehen Brötchen einfach schneller! Also musste eine plastikfreie Brotbox her und ich bin auch schnell fündig geworden, weil das Angebot (abseits von konventionellen Läden) echt groß ist!

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Müssen immer mit: Edelstahlbrotbox, Baumwollsäckchen und Baumbusbecher (habe den Kaffebecher leider gerade in der Spüle geht, deshalb hat er es nicht aufs Foto geschafft)

Ich habe mich für die Edelstahlboxen von „Eco Brotbox“ entschieden. Für mich musste die Brotbox relativ neutral und aus stabilem Material sein, damit ich sie möglichst lange nutzen kann. Ich bin einfach nicht so der bunte Typ, gedeckte, unauffällige Farben und schlichte Designs gefallen mir einfach besser! Und da mir ab und an mal was runter fällt, wollte ich keine Box, die einen Verschluss hat, bei dem etwas abbrechen kann. Just in case. Die Dosen sind nicht ganz billig, aber ich finde, es lohnt sich. Für die Snackbox habe ich im Unverpackt Laden in Wiesbaden rund 10 Euro gezahlt (ich weiß, ist normalerweise günstiger), für die Lunchbox im Einfach Unverpackt Leipzig rund 16 Euro.

An Tagen, an denen man es nicht schafft oder nicht daran denkt, sich etwas mitzunehmen, hilft meist nur der Gang zum Bäcker. Da bekommt man sein Brötchen to Go immer schön in Tüten über die Theke gereicht. Die sind zwar meist aus Papier, aber das ist trotzdem Müll, der sich vermeiden lässt. Aus diesem Grund habe ich mir einen Brotbeutel angeschafft – ein Baumwollbeutel, den man mit einer Kordel verschließen kann. Den gab es für 1,50 Euro im Einfach Unverpackt. Kann man übrigens auch super zum Einkaufen von Gemüse und Obst oder zum Transport von Obst nutzen!

Stündlich werden in Deutschland rund 320.000 Kaffeebecher to go gekauft – und landen danach instant im Müll! Das muss nun wirklich nicht sein! Bis die Städte es endlich geschafft haben, den Cup zum Ausleihen einzuführen, hilft nur eins: an den eigenen Becher denken! Mein Papa hat vor einiger Zeit man einen Bamboo Cup geschenkt bekommen – leider oder zum Glück in lila, sodass ich ihn haben durfte (mein Papa trägt, isst und lebt nur eins: grün!). Viele Bäckereien und Cafés geben sogar Rabatt, wenn man einen eigenen Becher mitbringt  🙂 Und es sieht auch deutlich schöner aus!

Eine Sache, die euch vielleicht auch bekannt vorkommt: Trinken auf der  Arbeit! Ich jobbe nebenbei in einem Restaurant und wir Aushilfen dürfen Wasser und Fassbrause trinken – allerdings stehen uns dafür nur Plastikbecher zum Wegwerfen zur Verfügung. Ich hatte ab und an probiert, mir ein Glas zu nehmen, wurde dann aber schnell darauf hingewiesen, dass Gläser nicht in der Küche stehen dürfen, weil sie kaputt gehen könnten. Aus diesem Grund habe ich mir jetzt einen Bambusbecher (von zuperzozial) zugelegt, den ich auf der Arbeit lasse und immer benutze.

Ansonsten habe ich zum Trinken natürlich immer Emil dabei & versuche, wenn ich auswärts esse, Getränke aus der Glasflasche zu wählen!

Welche Produkte nutzt ihr so? Habt ihr einen Tipp, was in meiner Ausstattung zum plastikfreien Lunchen noch fehlt?

Ganz liebe Grüße, Marisa