Menstruationsunterwäsche von Taynie: Inklusiv & frei von Bioziden

Menstruationsunterwäsche
Menstruationsunterwäsche von Taynie sieht nicht nur gut aus, sondern kann auch bis zu 70 ml Flüssigkeit aufnehmen. Foto: Taynie.

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Bis zu 17.000 Einwegartikel nutzen Menstruierende im Laufe ihres Lebens. Ob Tampon, Slipeinlage oder Binde: Fest steht, dass hier eine ganze Menge Müll anfällt. Und das, obwohl es heute eine große Bandbreite an Alternativen gibt. Einen richtigen Boom erlebt aktuell die Menstruationsunterwäsche. Das sind Slips, die auf den ersten Blick aussehen wie ganz normale Unterwäsche. Was sie besonders macht, das ist ihr Saugkern. Denn durch ihn können die Slips Blut, Urin & Co. aufnehmen und so andere Menstruationsprodukte ersetzen oder ergänzen. Besonders für Menstruierende, die Schmerzen beim Einführen von Tampons oder Cups haben, sind Menstruationspantys eine gute und sichere Alternative. In unserem großen Vergleich der Menstruationsunterwäsche-Hersteller ist uns ein Hersteller besonders aufgefallen: Nämlich Taynie aus Wesseling in Nordrhein-Westfalen. Kein anderer Hersteller ist so breit aufgestellt, wie das Unternehmen um Monika und Rene Müller.

Menstruationsunterwäsche ist für alle da, deshalb ist Taynies Sortiment sehr inklusiv

Die Geschichte von Taynie beginnt vor sieben Jahren. Monika Müller und ihr Mann Rene entwickeln ihre Menstruationsunterwäsche aus der Not heraus. “Mein Mann und ich waren auf der Suche nach einer Alternative zu Tampons und Binden. Mit denen habe ich mich noch nie richtig wohl gefühlt. Außerdem hat gestört, dass Tampons und Binden oft chemisch behandelt sind und sehr viel Müll produzieren”, erinnert sie sich, “deshalb beschlossen wir, selbst Periodenslips herzustellen – nachhaltig und bezahlbar.” Eine befreundete Schneiderin näht den ersten Slip für sie. Das ist die Geburtsstunde der Taynies. Inzwischen ist das Sortiment sehr breit aufgestellt. Bei mehr als 30 Modellen findet jede:r die passende Panty. Was Taynie außerdem von anderen Herstellern abhebt, das ist das Größenspektrum. Von Konfektionsgröße 30 bis 62 bieten Monika und Rene Müller ihre Slips an. Und: Es gibt sogar eine Boxershorts-Variante.

“Da unsere Unterhosen nicht bloß für die Menstruation, sondern auch für das Absorbieren von Schweiß beim Sport und von Urin bei leichter Inkontinenz ausgelegt sind, bieten wir Modelle für Männer und für Frauen an”, erklärt Taynie dazu. Ziemlich cool, wie wir finden. Denn damit bedienen sie eine ziemliche Nische.

So funktioniert die Menstruationsunterwäsche von Taynie

Der Saugkern der Pantys ist aber das, was sie eigentlich auszeichnet. Taynie hat ein vier-Lagen-System kreiert, mit dessen Hilfe bis zu 70 Milliliter Blut, Schweiß und Urin sicher eingeschlossen werden, und das ohne Geruchsbildung.

• Die innerste Lage, also die Schicht, die am Körper anliegt, leitet die Flüssigkeit mithilfe einer speziellen Technologie blitzschnell ins Innere

• Lage zwei besteht aus einem extrem saugstarken Material, das die Flüssigkeit sicher absorbiert

• Die dritte Lage besteht aus thermoplastischem Polyurethan. Damit wird die Flüssigkeit sicher eingeschlossen

• Die vierte Schicht ist atmungsaktiv und dient vor allem der Optik

Taynie ist stolz darauf, dass ihre Technologie ganz ohne Biozide auskommt. “Niemand, der ernsthaft nach einer nachhaltigeren, umwelt- und tierfreundlicheren sowie gesünderen Alternative für Tampons sucht, kann nach unserer Meinung und auch nach gegenwärtiger wissenschaftlicher Sachlage ernsthaft zu Textilien mit Bioziden greifen”, erklärt das Unternehmen. Die Diskussion zu Bioziden in Menstruationsunterwäsche haben wir an anderer Stelle schon ausführlich abgebildet. Für alle, die nicht wissen, worum es geht, fassen wir die Diskussion einmal kurz zusammen.

Biozide in Menstruationsunterwäsche: Was hat es damit auf sich?

Biozide sind Substanzen, die Schädlinge wie Pilze oder Bakterien, aber auch andere Organismen töten. Aus diesem Grund stellen sie mitunter auch ein Risiko für uns oder die Umwelt dar, weil sie für die Bakterien auf unserer Haut, aber auch Kleinstlebewesen, die im Wasser leben, giftig sein können. Einige Biozide wirken sich auch auf unser Hormonsystem aus. Welche Biozide verboten werden, regelt die EU Biozid-Verordnung. Nicht erlaubt sind laut Artikel 5 der Biozid-Verordnung solche Stoffe, die als karzinogen, mutagen oder reproduktionstoxisch eingestuft werden. “Auch Wirkstoffe mit endokrin schädigenden Eigenschaften, die also unerwünschte Auswirkungen auf das Hormonsystem von Menschen und/oder Nicht-Zielorganismen haben können, fallen unter die Ausschlusskriterien und dürfen nicht zugelassen werden”, schreibt das Umweltbundesamt auf seiner Website.

In Menstruationsunterwäsche kommen Biozide zum Einsatz, um das Bakterienwachstum zu hemmen. Hersteller, die Biozide einsetzen, argumentieren, dass diese nötig seien, um aufsteigende Infektionen durch Krankheitserreger, die sich ungehemmt vermehren, und Geruchsbildung zu verhindern. Außerdem darf man die meisten Pantys nur bei maximal 40 Grad waschen, um die Saugleistung nicht zu beeinträchtigen. Auch deshalb seien Biozide sinnvoll, so die Argumentationslinie. Die Crux: Die Biozide, die aktuell eingesetzt werden, wurden nach der neuen Biozid-Verordnung noch nicht auf ihre Unbedenklichkeit hin geprüft. Sie sind also im Moment nur zugelassen, weil sie vorher schon auf den Markt waren.

Auf Nummer sicher gehen: Ab in die Wäsche bei 60 Grad

Das Bundesinstitut für Risikobewertung hat im Interview mit EKOLOGISKA eine eher kritische Haltung zum Einsatz von Bioziden eingenommen. Generell gilt, dass man mit Blut verschmierte Kleidung aus hygienischen Gründen bei mindestens 60 Grad waschen sollte. Ob Biozide dafür sorgen, dass 40 Grad Celsius ausreichen, lässt das Bundesinstitut für Risikobewertung offen. Allerdings gebe es keine Daten, die das belegen.

Mit Taynie ist man in doppelter Hinsicht auf der sicheren Seite, denn die Pantys enthalten keine Biozide und sind bei 60 Grad Celsius waschbar. Hier wird also alles hygienisch sauber. Und zwar ohne, dass man den Verlust der Saugkraft befürchten muss.

Bei der Fertigung seiner Menstruationsunterwäsche legt das Unternehmen Wert auf faire Bedingungen. Die Produktionsstätten befinden sich in Italien, Deutschland und China. In letzterem wird der Großteil der Kollektion produziert. Hier sichert sich das Unternehmen durch eine Fabrik ab, die sich dem BSCI Verhaltenskodex verpflichtet hat. Was das heißt, das erfahrt ihr hier. Alle Produkte sind außerdem mit dem Standard 100 by OEKO-TEX zertifiziert. Das heißt, dass keine Schadstoffe im Endprodukt enthalten sind. Die Baumwolle bezieht Taynie aus GOTS zertifiziertem Anbau. Außerdem sind Taynies aus voller Überzeugung vegan.

Falls ihr Lust habt, mehr über die Menstruationsunterwäsche von Taynie zu erfahren, dann schaut doch auf der Website des Unternehmens vorbei. Hier findet ihr garantiert eine Panty, die zu euch passt.


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